Abbildung nicht verbindlich
Produktinformationen Dulcolax® Dragées, 5 mg 40 magensaftresistente Tabletten
Preisvergleich Packungsbeilage / BeipackzettelInhaltsverzeichnis
Hinweise / Warnhinweise für Hilfsstoffe
Enthält Fructose, Invertzucker (Honig), Lactitol, Maltitol, Isomaltitol, Saccharose oder Sorbitol. Darf bei Patienten mit hereditärer Fructose-Intoleranz nicht angewendet werden.
Hinweise / Warnhinweise für Anwendung und Dosierung
Mit Flüssigkeit einnehmen.
Hinweise / Warnhinweise für Reaktionsvermögen
Beeinträchtigung des Reaktionsvermögens durch Arzneistoff und/oder Nebenwirkung, Teilnahme am Straßenverkehr und Bedienen von Maschinen eingeschränkt möglich.
Hinweise zur Verkehrstüchtigkeit/Bedienung von Maschinen
- keine Studien zu den Auswirkungen auf das Reaktionsvermögen durchgeführt
- Patienten sollten darauf hingewiesen werden, dass aufgrund einer vasovagalen Antwort (z.B. Bauchkrämpfe) Nebenwirkungen wie Schwindel und/oder Synkopen auftreten können
- bei Bauchkrämpfen oder Bauchschmerzen:
- Patienten sollten potenziell gefährliche Tätigkeiten wie Autofahren oder das Bedienen von Maschinen vermeiden
Indikation
- Obstipation
- Erkrankungen, die eine erleichterte Defäkation erfordern
- Darmentleerung bei diagnostischen und therapeutischen Eingriffen am Darm
- keine tägliche oder längerfristige Anwendung ohne differentialdiagnostische Abklärung der Verstopfungsursache
Kontraindikation
- Überempfindlichkeit gegen Bisacodyl
- Darmobstruktion, Ileus oder akute Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes (z.B. entzündliche Erkrankungen, akute Appendizitis)
- starke Bauchschmerzen im Zusammenhang mit Übelkeit oder Erbrechen, die Zeichen einer schweren Erkrankung sein können
- Kinder < 2 Jahre
- bei Störungen des Wasser- und Elektrolythaushaltes (z.B. erheblicher Flüssigkeitsmangel des Körpers) sollte Bisacodyl nicht angewendet werden
Hinweise bei Schwangerschaft
- Bisacodyl sollte in der Schwangerschaft nur auf ärztlichen Rat und nicht in hohen Dosen und über längere Zeit angewendet werden
- keine Fallberichte über unerwünschte Wirkungen in der Schwangerschaft vorliegend
- kontrollierte Studien nicht durchgeführt
- Fertilität
- keine Studien zur Auswirkung auf die menschliche Fertilität durchgeführt
Nebenwirkungen
- Erkrankungen des Immunsystems
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- allergische Reaktionen
- ohne Häufigkeitsangabe
- anaphylaktoide Reaktionen
- Angioödeme
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Dehydratation
- Verlust von Kalium und anderen Elektrolyten (bei unsachgemäßer Anwendung)
- kann zu Störungen der Herzfunktion und zu Muskelschwäche führen, insbesondere bei gleichzeitiger Einnahme von Diuretika und Kortikosteroiden.
- Empfindlichkeit gegenüber Herzglykosiden kann verstärkt werden
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen des Nervensystems
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Schwindel
- ohne Häufigkeitsangabe
- Synkope (i.d.R. vasovagale Antwort auf Schmerzen im Bauchraum oder die Defäkation)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Bauchkrämpfe
- Bauchschmerzen
- Diarrhö
- Übelkeit
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erbrechen
- Blutbeimengungen im Stuhl (Hämatochezie)
- Bauchbeschwerden
- anorektale Beschwerden
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Blähungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Colitis
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
Dosierung
- Anwendung bei Obstipation und bei Erkrankungen, die eine erleichterte Darmentleerung erfordern:
- Erwachsene und Kinder (> 10 Jahre)
- 1 - 2 Dragees (5 - 10 mg Bisacodyl) 1mal / Tag (abends)
- Kinder (2 - 10 Jahre)
- 1 Dragee (5 mg Bisacodyl) 1mal / Tag (abends)
- chronische oder anhaltende Obstipation: Anwendung nur auf ärztliche Anweisung
- Hinweis:
- Therapiebeginn mit niedrigster Dosis, dann bis zur maximalen empfohlenen Dosis erhöhen, falls nötig um regelmäßigen Stuhlgang zu ermöglichen
- empfohlene Höchstdosis nicht überschreiten
- Dosierung fortlaufend den besonderen Erfordernissen der zugrunde liegenden Erkrankung anpassen
- Erwachsene und Kinder (> 10 Jahre)
- Anwendung bei diagnostischen und therapeutischen Eingriffen am Darm
- vollständige Darmentleerung bei Erwachsenen und Kindern > 10 Jahre
- Tag vor dem Eingriff: 2 Dragees (10 mg Bisacodyl) 2mal / Tag (morgens und abends)
- Tag des Eingriffs: morgens 10 mg Bisacodyl rektal (Zäpfchen)
- Hinweis:
- Durchführung unter ärztlicher Überwachung
- Festlegung der benötigten Laxantien individuell durch den behandelten Arzt unter Berücksichtigung der Gegebenheiten
- vollständige Darmentleerung bei Erwachsenen und Kindern > 10 Jahre
Hinweise bei Stillzeit
- klinische Daten zeigen, dass weder der aktive Metabolit Bis-(parahydroxyphenyl)-pyridyl-2-methan (BHPM) noch dessen Glukuronide in die Muttermilch übertreten
- keine Fallberichte über unerwünschte Wirkungen in der Stillzeit vorliegend
- Bisacodyl kann daher während der Stillzeit angewendet werden
Anwendung
- Einnahme unzerkaut mit reichlich Flüssigkeit (vorzugsweise ein Glas Wasser, keine Milch)
- Einnahme führt nach ca. 6 - 12 Stunden zur Darmentleerung
Hinweise und Vorsichtsmaßnahmen
- Bisacodyl sollte ohne differentialdiagnostische Abklärung der Verstopfungsursache nicht täglich oder über einen längeren Zeitraum eingenommen werden
- bei Kindern und bei chronischer Verstopfung sollte vor der Anwendung von Bisacodyl eine differentialdiagnostische Abklärung erfolgen
- Verstopfung
- Einnahme von Abführmitteln soll bei Verstopfung nur kurzfristig erfolgen; längerfristige bzw. hochdosierte Anwendung kann zu einer Verstärkung der Darmträgheit führen
- Behandlung mit Abführmitteln erst dann empfohlen, wenn mit langfristigen Maßnahmen, wie der Veränderung der Ernährung (ballast- und quellstoffreiche Kost sowie ausreichende Flüssigkeitszufuhr) und des Lebensstils (z.B. ausreichende körperliche Bewegung) kein oder noch kein ausreichender Erfolg erzielt werden kann
- Bisacodyl sollte nicht angewendet werden bei Störungen des Wasser- und Elektrolythaushalts (z.B. erheblicher Flüssigkeitsmangel des Körpers)
- erhöhter intestinaler Flüssigkeitsverlust
- Flüssigkeitsverlust kann zur Dehydrierung führen und Symptome wie Durst und Oligurie hervorrufen
- kann unter bestimmten Umständen (z.B. bei niereninsuffizienten oder älteren Patienten) gesundheitsschädliche Auswirkungen haben
- in solchen Fällen Einnahme unterbrechen; Einnahme nur unter ärztlicher Aufsicht fortführen
- Elektrolytverluste
- bei länger dauernder oder hoch dosierter Anwendung von Bisacodyl häufig Verlust von Kalium und anderen Elektrolyten
- kann zu Störungen der Herzfunktion und zu Muskelschwäche führen, insbesondere bei gleichzeitiger Einnahme von Diuretika und Kortikosteroiden
- Empfindlichkeit gegenüber herzwirksamen Glykosiden wird verstärkt
- Blutbeimengungen im Stuhl (Hämatochezie)
- Patienten berichteten von Blutbeimengungen im Stuhl (Hämatochezie)
- wurden im Allgemeinen als schwach und selbstlimitierend beschrieben
- Schwindel, Synkope
- über Schwindel und/oder Synkope unter der Anwendung von Bisacodyl berichtet.
- verfügbare Informationen legen den Schluss nahe, dass es sich um eine Defäkations-Synkope oder eine vasovagale Antwort auf Schmerzen im Bauchraum handelt
- Kinder bis 10 Jahre mit chronischer Obstipation
- sollten nur auf ärztliche Anweisung behandelt werden