Abbildung nicht verbindlich
Produktinformationen Dynexidin Forte, 0,2 % 2 mg/g Lösung 300 g
Preisvergleich Packungsbeilage / BeipackzettelInhaltsverzeichnis
Hinweise und Vorsichtsmaßnahmen
- nur zur Anwendung in der Mundhöhle
- darf nicht verschluckt werden
- darf nicht mit den Augen, der Augenumgebung oder den Ohren in Kontakt gebracht werden
- falls Chlorhexidin doch mit einer dieser Körperstellen in Berührung kommt, muss diese sofort und reichlich mit Wasser gespült werden
- Intensivpflegepatienten
- bei Intensivpflegepatienten Kontakt zur Gehirnhaut und zum Zentralnervensystem vermeiden
- falls Wundgefühl, Schwellungen oder Reizungen des Mundraumes auftreten
- Arzt oder Apotheker konsultieren
- ggf. Anwendung beenden
- Verfärbungen
- Verfärbungen von Zähnen und Zunge können auftreten
- Verfärbungen sind reversibel
- Vorbeugung möglich, indem man den Konsum stark färbender Lebensmittel und Getränke wie z.B. Tee, Kaffee oder Rotwein reduziert
- in bestimmten Fällen kann eine professionelle Zahnreinigung zur vollständigen Entfernung der Verfärbungen notwendig sein
- bei Vollprothesen Spezialreiniger empfohlen
- Zahnpasta, anionische Substanzen
- Chlorhexidin verträgt sich nicht mit anionischen Substanzen, die i.d.R. ein Bestandteil üblicher Zahnpasten sind
- diese sollten deshalb mind. 5 Min. vor der Anwendung von Chlorhexidin angewendet werden (Mundhöhle und Zahnbürste zwischendurch gründlich mit Wasser ausspülen) oder zu einer anderen Tageszeit
- zuckerhaltige Speisen und Getränke
- unmittelbar nach der Anwendung von Chlorhexidin sollten keine zuckerhaltigen Speisen und Getränke zugeführt werden, da Chlorhexidin sonst in seiner Wirkung beeinträchtigt wird
- Überempfindlichkeitsreaktionen
- allergische Reaktionen bis hin zum anaphylaktischen Schock können durch Chlorhexidin ausgelöst werden
Hinweise bei Stillzeit
- Anwendung in der Stillzeit unter besonderer Vorsicht
- keine ausreichenden Erfahrungen zur Sicherheit der Anwendung in der Stillzeit vorliegend
- nicht bekannt, ob Chlorhexidin in die Muttermilch übergeht
Nebenwirkungen
- Erkrankungen des Immunsystems
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Überempfindlichkeitsreaktionen (u.a. Urtikaria, Erythem, Pruritus)
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- anaphylaktischer Schock
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- allergische Sofortreaktionen
- Kontaktallergien und -urtikaria
- ohne Häufigkeitsangabe
- Wundheilungsstörungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Zahnfleischbluten nach dem Zähneputzen
- verstärkte Zahnsteinbildung
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- reversible Beeinträchtigung des Geschmacksempfindens
- i.d.R. vorübergehend bei fortgesetzter Behandlung
- falls Nebenwirkungen länger anhalten, muss Arzt oder Apotheker konsultiert werden
- reversibles Taubheitsgefühl der Zunge
- i.d.R. vorübergehend bei fortgesetzter Behandlung
- falls Nebenwirkungen länger anhalten, muss Arzt oder Apotheker konsultiert werden
- reversible Verfärbungen des Zahnhartgewebes, von Restaurationen (u.a. Füllungen) und Zungenpapillen
- Verfärbungen kann z.T. durch sachgemäße Anwendung entsprechend derr Dosierungsanleitung sowie einem reduzierten Konsum von stark färbenden Lebensmitteln und Getränken wie z.B. Tee, Kaffee oder Rotwein vorgebeugt werden
- Verfärbungen von Zähnen, Zahnersatz oder Zahnfüllungen sind vorübergehend und lassen sich durch Zähneputzen bzw. eine professionelle Zahnreinigung entfernen
- bei Vollprothesen Spezialreiniger empfohlen
- reversible Beeinträchtigung des Geschmacksempfindens
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- kribbelndes oder brennendes Gefühl auf der Zunge zu Beginn der Behandlung
- i.d.R. vorübergehend bei fortgesetzter Behandlung
- falls Nebenwirkungen länger anhalten, muss Arzt oder Apotheker konsultiert werden
- kribbelndes oder brennendes Gefühl auf der Zunge zu Beginn der Behandlung
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- reversible Parotisschwellung
- reversible desquamative Veränderungen und Reizungen/Schwellungen der Mukosa
- ohne Häufigkeitsangabe
- Reizungen /Irritationen des Mundraumes
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
Kontraindikation
- Überempfindlichkeit gegenüber Chlorhexidin
- Anwendung auf schlecht durchblutetem Gewebe
- Anwendung bei Wunden und Geschwüren (Ulzerationen)
- Anwendung bei oberflächlichen, nicht-blutenden Abschilferungen der Mundschleimhaut (erosiv-desquamativen Veränderungen)
- Anwendung am Trommelfell, am Auge und in der Augenumgebung
- flüssige Darreichungsformen: ggf. Anwendung kontraindiziert bei Personen, die das Schlucken nicht richtig kontrollieren können (u.a. Kinder < 6 Jahre)
Hinweise zur Verkehrstüchtigkeit/Bedienung von Maschinen
- kein oder vernachlässigbarer Einfluss auf das Reaktionsvermögen
Hinweise bei Schwangerschaft
- Anwendung in der Schwangerschaft unter besonderer Vorsicht
- keine ausreichenden Erfahrungen zur Sicherheit der Anwendung in der Schwangerschaft vorliegend
- keine klinischen Daten über exponierte Schwangere vorliegend
- tierexperimentelle Studien
- keine teratogenen Eigenschaften beobachtet, jedoch embryotoxische Wirkungen beobachtet
Anwendung
- zur Anwendung in der Mundhöhle
- darf nicht geschluckt werden
- flüssige Darreichungsformen
- Hinweis
- mind. 5 Min. vor der Anwendung von Chlorhexidin sollten die Zähne geputzt und anschließend die Mundhöhle gründlich mit Wasser ausgespült werden
- Anwendung als Mundspüllösung
- Mundhöhle 1 Min. lang gründlich mit der Lösung spülen
- anschließend Lösung ausspucken, nicht schlucken
- unmittelbar nach Anwendung Mund nicht spülen
- Anwendung am besten morgens und abends (nach Mahlzeiten und Zähneputzen)
- Anwendung als Mundsprühlösung
- gleichmäßig auf die betroffenen Stellen (Zähne, Mundschleimhaut oder Wundbereiche) aufsprühen
- anschließend Lösung ausspucken, nicht schlucken
- unmittelbar nach Anwendung Mund nicht spülen
- Hinweis
- halbfeste Darreichungsformen
- Hinweis
- vor der Anwendung von Chlorhexidin sollten die Zähne geputzt und anschließend die Mundhöhle gründlich mit Wasser ausgespült werden
- Anwendung als Zahnpasta
- Zähne 1 Min. lang putzen
- Chlorhexidin nicht schlucken
- Mundhöhle und Zahnbürste anschließend gründlich mit Wasser ausspülen
- Anwendung durch Auftragen
- auf die betroffenen Stellen z.B. mit Wattestäbchen oder Applikator auftragen
- 1 Min. einwirken lassen
- Chlorhexidin anschließend ausspucken
- Hinweis
Indikation
- vorübergehende Keimzahlverminderung im Mundraum
- zur Unterstützung der Heilungsphase nach parodontalchirurgischen Eingriffen durch Hemmung der Plaque-Bildung
- zur vorübergehenden unterstützenden Behandlung bei bakteriell bedingten Zahnfleischentzündungen (Gingivitis)
- bei eingeschränkter Mundhygienefähigkeit, z.B. als Folge orthodontischer (kieferorthopädischer) Behandlungen
- vorübergehende Keimzahlverminderung im Rahmen von zahnmedizinischen Eingriffen im Mundraum
Dosierung
- Anwendung zur vorübergehenden Keimzahlverminderung im Mundraum
- flüssige Darreichungsform (z.B. Lösung)
- Erwachsene und Kinder (>/= 12 Jahre)
- 15 - 20 mg Chlorhexidinbis(D-gluconat) 2 - 3mal / Tag anwenden
- z.B. 10 ml einer 0,2%igen oder 15 ml einer 0,1%igen Chlorhexidinbis(D-gluconat)-Lösung, jeweils morgens und abends
- 1 Min. im Mund spülen, ggf. auch länger
- 15 - 20 mg Chlorhexidinbis(D-gluconat) 2 - 3mal / Tag anwenden
- Behandlungsdauer
- Zahnfleischentzündungen (Gingivitis)
- über 3 Wochen in Verbindung mit mechanischen Reinigungsverfahren
- in besonderen Fällen, z.B. bei Behinderten, kann eine vorbeugende Behandlung auch über einen längeren Zeitraum durchgeführt werden
- nach parodontalchirurgischen Eingriffen
- Behandlung sollte unmittelbar nach dem 1. chirurgischen Eingriff beginnen und 2 oder 3 Wochen über den letzten Eingriff hinaus fortgeführt werden
- Behandlungsdauer mind. 2 und max. 10 Wochen
- bei Ober-Unterkiefer-Fixierung
- Chlorhexidin sollte angewandt werden, solange die Fixierung im Mund verbleibt (i.d.R. 2 - 6 Wochen)
- sollte ohne ärztliche oder zahnärztliche Empfehlung nicht länger als 2 Wochen ohne Unterbrechung angewendet werden
- Zahnfleischentzündungen (Gingivitis)
- Erwachsene und Kinder (>/= 12 Jahre)
- halbfeste Darreichungsform (z.B. Gel)
- Erwachsene und Kinder (>/= 12 Jahre)
- 1%iges Chlorhexidinbis-(D-gluconat): 1 - 2mal / Tag anwenden
- Anwendung wie eine Zahnpasta oder punktuelles Auftragen
- Einwirkdauer ca. 1 Min.
- 1%iges Chlorhexidinbis-(D-gluconat): 1 - 2mal / Tag anwenden
- Behandlungsdauer
- 1 Monat
- Erwachsene und Kinder (>/= 12 Jahre)
- flüssige Darreichungsform (z.B. Lösung)
- Vorübergehende Keimzahlverminderung im Rahmen von zahnmedizinischen Eingriffen im Mundraum
- nur für die Zahnarztpraxis bestimmt
- flüssige Darreichungsform (z.B. Lösung)
- Erwachsene
- 20 mg Chlorhexidinbis(D-gluconat) 2mal / Tag anwenden
- 10 ml einer 0,2%igen Chlorhexidinbis(D-gluconat)-Lösung
- 1 Min. im Mund spülen (intensiv durch die Zahnzwischenräume ziehen)
- 20 mg Chlorhexidinbis(D-gluconat) 2mal / Tag anwenden
- Jugendliche (>/= 12 Jahre)
- falls vom Zahnarzt nicht anders verordnet, gilt für Jugendliche ab 12 Jahren die für Erwachsene angegebene Dosierung
- Kinder (>/= 6 Jahre)
- spezielle Empfehlungen zur Dosierung liegen nicht vor, die Dosierung wird vom Zahnarzt festgesetzt
- Kinder (< 6 Jahre)
- Anwendung und Sicherheit bisher nicht geprüft worden
- aufgrund der Gefahr des versehentlichen Verschluckens Anwendung in dieser Altersgruppe nicht empfohlen
- Erwachsene
- Kinder (>/= 6 Jahre)
- spezielle Empfehlungen zur Dosierung liegen nicht vor
- Anwendung erst nach Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker