Abbildung nicht verbindlich
Inhaltsverzeichnis
Nebenwirkungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Hautreizungen
- allergische Hautreaktionen
- ohne Häufigkeitsangabe
- insbesondere bei längerdauernder Anwendung (> 2 - 3 Wochen):
- Epidermisatrophie
- Teleangiektasien
- Mikrotraumen mit Ekchymosen
- Purpura
- Striae distensae cutis (Steroidstriae, besonders bei Jugendlichen)
- Steroidakne
- Follikulitis
- Hypertrichosis
- Miliaria
- periorale Dermatitis
- Pigmentverschiebungen
- Photosensibilisierung
- Sekundärinfektionen (bakteriell, viral oder mykotisch)
- bei Anwendung eines Okklusivverbandes:
- Miliaria
- Hypopigmentierung
- Mazeration der Haut
- Follikulitis
- Hauttrockenheit
- Brennen
- Juckreiz
- Hautreizungen
- bei längerfristiger Anwendung in großen Mengen oder auf großen Flächen, insbesondere bei vorgeschädigter Haut oder unter Okklusivverbänden:
- systemische Kortikoidwirkungen und -nebenwirkungen
- Verzögerung der Wundheilung
- insbesondere bei längerdauernder Anwendung (> 2 - 3 Wochen):
Hinweise bei Schwangerschaft
- im 1. Trimenon der Schwangerschaft kontraindiziert
- im 2. und 3. Trimenon sorgfältige Nutzen-Risiko-Abwägung
- keine ausreichende Erfahrung in der Schwangerschaft
- Wirkungen während der Schwangerschaft in Tierstudien:
- embryotoxisch und teratogen (z.B. Gaumenspalten, Skelettanomalien, intrauterine Wachstumsstörungen und Embryoletalität)
- durch subteratogene Dosen:
- erhöhtes Risiko für eine intrauterine Wachstumsverzögerung
- Herz-Kreislauf-Erkrankungen und/oder Stoffwechselkrankheiten im Erwachsenenalter
- bleibende Veränderung der Glukokortikoidrezeptordichte, des Neurotransmitterumsatzes und des Verhaltens
- Wirkungen während der Schwangerschaft beim Menschen:
- bei Langzeitanwendung intrauterine Wachstumsstörungen möglich
- bei Anwendung am Ende der Schwangerschaft:
- Risiko einer Atrophie der Nebennierenrinde beim Fetus
- ggf. ausschleichende Substitutionstherapie beim Neugeborenen erforderlich
- bei systemischer Anwendung von Glukokortikoiden während des ersten Trimenons evtl. erhöhtes Risiko für orale Spaltbildungen
- keine großflächige oder langfristige Anwendung während der Schwangerschaft
- keine Anwendung unter Okklusivverbänden während der Schwangerschaft
Hinweise und Vorsichtsmaßnahmen
- längerfristige Anwendung nur unter ärztlicher Kontrolle
- bei langfristiger (> 4 Wochen) und / oder großflächiger (> 1/10 der Körperoberfläche) Anwendung, insbesondere unter Okklusivverbänden oder auf stark vorgeschädigter Haut:
- corticoidtypische systemische Wirkungen und Nebenwirkungen möglich
- periodische Untersuchungen auf eine mögliche HPA-Achsen-Suppression (Bestimmung des Urin-Kortisolspiegels, ACTH-Stimulationstest)
Hinweise bei Stillzeit
- sorgfältige Nutzen-Risiko-Abwägung
- Übergang in die Muttermilch
- bei großflächiger oder langfristiger Anwendung: Abstillen
- während der Stillzeit nicht im Bereich der Brust anwenden
- Kontakt des Säuglings mit behandelten Hautpartien meiden
Kontraindikation
- Überempfindlichkeit gegen Hydrocortison
- Virusinfektionen (z.B. Varizellen, Herpes simplex, Herpes zoster)
- bakterielle Hautinfektionen
- Mykosen
- Akne vulgaris
- Steroidakne
- spezifische Hauterscheinungen (Lues, Hauttuberkulose)
- Vakzinationsreaktionen
- periorale Dermatitis
- Rosacea
- Erkrankungen, die mit einer Störung der hypophysär-hypothalamischen Regulation (z.B. Cushing-Syndrom) einhergehen
- 1. Trimenon der Schwangerschaft
Indikation
- Linderung von nicht infizierten, leichten entzündlichen, allergischen und juckenden Hauterkrankungen
- die auf symptomatische Behandlung mit schwach wirksamen Kortikoiden ansprechen
- Anwendung vorzugsweise auf normaler oder fettiger Haut
- die auf symptomatische Behandlung mit schwach wirksamen Kortikoiden ansprechen
Dosierung
Basiseinheit: 1 ml Lösung enthält 5 mg Hydrocortison
- nicht infizierte, leichte entzündliche, allergische und juckende Hauterkrankungen
- soweit nicht anders verordnet
- Behandlungsbeginn
- 2 - 3mal / Tag
- Besserung des Krankheitsbildes
- 1mal / Tag meist ausreichend
- oder 1mal / 2 - 3 Tage
- 1mal / Tag meist ausreichend
- Behandlungsdauer
- prinzipiell nicht begrenzt
- klinisch experimentelle Studien über 2 Wochen
- Begrenzung der Anwendungsdauer
- durch zunehmende Austrocknung der Haut
- Anwendung auf > 1/10 der KOF
- maximale Behandlungsdauer: 1 Woche
- Kinder (ab vollendetem 6. Lebensjahr)
- äusserliche Therapie mit Zurückhaltung
- maximale Behandlungsdauer: 2 Wochen
- deutliche Austrocknungserscheinungen (z.B. Schuppung, Spannen, Juckreiz), anhaltende Beschwerden oder Verschlimmerung
- Rücksprache mit Arzt erforderlich
- Behandlungsbeginn
- soweit nicht anders verordnet
Anwendung
- zur Anwendung auf der Haut