Abbildung nicht verbindlich
Produktinformationen Instillagel® 1 x 6ml Gel in Einmalspritze
Preisvergleich Packungsbeilage / BeipackzettelInhaltsverzeichnis
Hinweise / Warnhinweise für Reaktionsvermögen
Beeinträchtigung des Reaktionsvermögens durch Arzneistoff und/oder Nebenwirkung, Teilnahme am Straßenverkehr und Bedienen von Maschinen eingeschränkt möglich.
Hinweise / Warnhinweise für Hilfsstoffe
Enthält Parahydroxybenzoesäure/deren Ester Parabene (Alkyl-p-hydroxybenzoate) als Konservierungsmittel. Kann bei oraler, parenteraler, bronchopulmonaler und lokaler Applikation Überempfindlichkeitsreaktionen hervorrufen.
Nebenwirkungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- nur bei Anwendung zur Intubation
- Heiserkeit
- nur bei Anwendung zur Intubation
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- allergische Reaktionen
- Exanthem
- Anaphylaxie
- Urtikaria
- Ödem
- Bronchospasmus
- Atemnotsyndrom
- Kreislaufreaktionen
- zentralnervöse Symptome
- Benommenheit
- anhaltendes Schwindelgefühl
- Kribbeln
- Tinnitus
- Desorientiertheit
- Sehstörungen
- Tremor
- Krämpfe
- Bewusstlosigkeit
- Atemdepression
- kardiovaskuläre Symptome
- Blutdruckabfall
- proarrhytmische Wirkungen mit möglichem Herzstillstand
- allergische Reaktionen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Blutdruckabfall
- maligne Hyperthermie
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- nach Operationen, nach Einsatz als lokalanästhetisches Gleitmittel
- Heiserkeit
- nach Operationen, nach Einsatz als lokalanästhetisches Gleitmittel
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- allergische Reaktionen wie
- Exanthem
- Anaphylaxie
- Urtikaria
- Ödem
- Bronchospasmus
- Atemnotsyndrom
- Kreislaufreaktionen
- zentralnervöse Symptome wie
- Benommenheit
- anhaltendes Schwindelgefühl
- Kribbeln
- Tinnitus
- Desorientierung
- Sehstörungen
- Tremor
- Krämpfe
- Bewusstlosigkeit
- Atemdepression
- kardiovaskuläre Symptome wie
- Blutdruckabfall
- proarrhythmische Wirkungen, in Form von Veränderungen oder Verstärkung von Herzrhythmusstörungen
- starke Beeinträchtigung der Herztätigkeit möglich
- als Folge Herzstillstand möglich
- allergische Reaktionen wie
- ohne Häufigkeitsangabe
- therapeutische Plasmakonzentrationen
- in der Regel geringgradige Blutdruckbeeinflussung durch positiv inotrope und positiv chronotrope Wirkung
- Blutdruckabfall kann erstes Anzeichen für relative Überdosierung sein
- Epiduralanästhesie
- Auslösung maligne Hyperthermie
- Einsatz bei Patienten mit maligner Hyperthermie in der Regel sicher
- Auslösung maligne Hyperthermie
- geringfügige, dosisabhängige Wirkung auf geistige Leistungsfähigkeit
- zeitweise Beeinträchtigung der Beweglichkeit und Koordinationsfähigkeit möglich
- Anwendung im Mund- und Rachenraum
- möglicherweise Schlucken erschwert
- möglicherweise Gefahr von Verschlucken
- bei tauber Zunge und tauber Mundschleimhaut
- Gefahr von Bissverletzungen
- therapeutische Plasmakonzentrationen
Hinweise bei Stillzeit
- keine Untersuchungen zum Übergang in die Muttermilch nach topischer Anwendung
- eine Gefährdung des Säuglings erscheint unwahrscheinlich
- Übergang in die Muttermilch nach parenteraler Gabe
- geringer Übergang in die Muttermilch nach parenteraler Gabe
- keine Untersuchungen zum Übergang nach topischer Anwendung vorhanden
- Gefährdung des Säuglings unwahrscheinlich
Hinweise bei Schwangerschaft
- Anwendung in der Schwagerschaft nur bei strenger Indikationsstellung
- es liegen keine kontrollierten Studien an Schwangeren vor
- bisher keine Hinweise auf angeborene Missbildungen beim Menschen
- tierexperiementell wurden weder Teratogenität noch Missbildungen gezeigt
- das Verhalten pränatal exponierter Nachkommen wurde im Tierexperiment nicht ausreichend untersucht
- Passage der Plazentaschranke nach parenteraler Gabe
- Passage der Planzentaschranke nach topischer Gabe unbekannt
- Anwendung nur bei strenger Indikationsstellung
- keine kontrollierten Studien an Schwangeren vorhanden
- keine Hinweise auf angeborene Missbildungen nach Lidocainexposition in der Schwangerschaft
- Tierstudien ohne Hinweise auf teratogenes Potenzial oder unerwünschte Wirkungen auf die körperliche Entwicklung nach In-utero-Exposition
- Auswirkungen auf Verhalten pränatal exponierter Nachkommen im Tierexperiment nicht ausreichend untersucht
- plazentagängig nach parenteraler Gabe
- plazentarer Übergang nach topischer Anwendung nicht untersucht
Kontraindikation
- Überempfindlichkeit gegen Lidocain
- Überempfindlichkeit gegen andere Lokalanästhetika vom Amidtyp
- erhebliche Störungen des Reizleitungssystems
- dekompensierte Herzinsuffizienz
- kardiogener und hypovolämischer Schock
- Überempfindlichkeit gegen Lidocain und anderen Lokalanästhetika vom Amidtyp
- erhebliche Störungen des Reizleitungssystems
- dekompensierte Herzinsuffizienz
- kardiogener Schock
- hypovolämischer Schock
Hinweise zur Verkehrstüchtigkeit/Bedienung von Maschinen
- Lokalanästhetika können eine geringfügige, dosisabhängige Wirkung auf die geistige Leistungsfähigkeit haben und können zeitweise die Beweglichkeit und Koordinationsfähigkeit beeinträchtigen.
- Bei operativer, zahnärztlicher oder großflächiger Anwendung dieses Arzneimittels muss vom Arzt im Einzelfall entschieden werden, ob der Patient aktiv am Straßenverkehr teilnehmen oder Maschinen bedienen darf.
- Bei Anwendung dieses Arzneimittels muss vom Arzt im Einzelfall entschieden werden, ob der Patient aktiv am Straßenverkehr teilnehmen oder Maschinen bedienen darf.
Hinweise und Vorsichtsmaßnahmen
- Therapiehinweise
- Gefahr von Bissverletzungen nach Anwendung im Mund-, Rachenbereich
- die geistige Leistungsfähigkeit kann kurzfristig beeinträchtigt sein
- die Verabreichung hoher Dosen über einen längeren Zeitraum sollte vermieden werden
- Möglichkeit zur Durchführung von notfallmedizinischen Maßnahmen, Beatmung und andere Notfallmedikamente müssen vorhanden sein
- genaue Einhaltung der empfohlenen Dosierung, v.a. bei Kindern
- toxische Blutspiegel und schwerwiegende Nebenwirkungen möglich bei
- Applikation größerer Wirkstoffmengen
- Applikation in kurzen Zeitabständen
- toxische Blutspiegel und schwerwiegende Nebenwirkungen möglich bei
- Lidocain nicht über längere Zeit in hohen Dosen verabreichen
- In-vitro-Tierstudien mit Ratten mit Metabolit in sehr hohen, fast toxischen Konzentrationen
- Hinweise auf mutagene Wirkung durch aus Lidocain entstehendes Stoffwechselprodukt, 2,6-Xylidin
- 2,6-Xylidin entsteht möglicherweise auch beim Menschen
- Kanzerogenitätsstudie an Ratten mit transplazentarer Exposition und nachgeburtlicher Behandlung über 2 Jahre mit 2,6-Xylidin zeigte ein tumorigenes Potential
- bei sehr hohen Dosierungen: bösartige und gutartige Tumore vor allem in der Nasenhöhle
- In-vitro-Tierstudien mit Ratten mit Metabolit in sehr hohen, fast toxischen Konzentrationen
Anwendung
- Steriles Gel zur Instillation
- Katheterisierung
- nach üblicher Säuberung der Glans und des Orificium urethrae externum Gel langsam in Harnröhre instillieren und Glans komprimieren (bis Eintritt der lokalanästhetischen und desinfizierenden Wirkung)
- Zystoskopie und Endoskopien
- gesamte Harnröhre, einschließl. des Sphincter externus, zur keimfreien und schmerzlosen Einführung von Instrumenten mit Gleitfilm überziehen und anästhesieren
- im Bereich des Sulcus coronarius Penisklemme anlegen
- Harnröhrenstrikturen (Strikturspaltung, Bougierung)
- Gel instillieren und Penisklemme anlegen
- erforderliche Harnröhrenanästhesie nach 5 - 10 Min.
- Desinfektion
- Gel gleichmäßig auf Schleimhaut verteilen (instillieren)
- andere Anwendungen
- Gel langsam in jeweilige Körperöffnung instillieren und / oder auf einzubringenden Katheter bzw. auf Instrument möglichst gleichmäßig verteilen
Dosierung
Basiseinheit: Gel zu 6 ml oder 11 ml.
- Schleimhautdesinfektion und Lokalanästhesie (urologische Anwendung)
- Katheterisierung; Desinfektion; andere Anwendungen
- 6 oder 11 ml Gel
- Zystoskopie und Endoskopien; Harnröhrenstrikturen (Strikturspaltung, Bougierung)
- 11 ml Gel
- evt. zusätzlich 6 bzw. 11 ml Gel
- Katheterisierung; Desinfektion; andere Anwendungen
Indikation
- Schleimhautdesinfektion und Lokalanästhesie, z.B.
- Katheterisierungen und Sondierungen, auch intraoperativ
- alle Formen von Endoskopien
- Wechsel von Fistelkathetern
- Intubationen, auch bei Beatmung
- Verhütung von iatrogenen Verletzungen an Rektum und Colon
- in der Pädiatrie