Abbildung nicht verbindlich
Produktinformationen Laxoberal® Abführ-Tropfen, 7,5 mg/ml 30ml
Preisvergleich Packungsbeilage / BeipackzettelInhaltsverzeichnis
Hinweise / Warnhinweise für Hilfsstoffe
Enthält Fructose, Invertzucker (Honig), Lactitol, Maltitol, Isomaltitol, Saccharose oder Sorbitol. Darf bei Patienten mit hereditärer Fructose-Intoleranz nicht angewendet werden.
Hinweise / Warnhinweise für Reaktionsvermögen
Beeinträchtigung des Reaktionsvermögens durch Arzneistoff und/oder Nebenwirkung, Teilnahme am Straßenverkehr und Bedienen von Maschinen eingeschränkt möglich.
Hinweise bei Schwangerschaft
- auf die Anwendung von Natriumpicosulfat während der Schwangerschaft ist aus Sicherheitsgründen möglichst zu verzichten
- mehrmalige Anwendung in der Schwangerschaft sollte nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abschätzung erfolgen
- keine aussagekräftigen klinischen Studien zur Schwangerschaft
- tierexperimentelle Studien zeigten Reproduktionstoxizität bei Tagesdosen ab 10 mg / kg KG
- Fertilität
- keine Studien zu Effekten bezüglich Fertilität des Menschen durchgeführt
- tierexperimentelle Studien ergaben keinen Hinweis auf Störungen der Fertilität
Dosierung
Basiseinheit: 1 ml Lösung (14 Tropfen) enthält 7,5 mg Natriumpicosulfat-Monohydrat
- Obstipation, Erkrankungen, die eine erleichterte Stuhlentleerung erfordern
- 10 - 18 Tropfen (5 - 10 mg Natriumpicosulfat) 1mal / Tag
- Behandlungsdauer: ohne diagnostische Abklärung nur kurzfristig
- Kinder (ab 4. Lebensjahr)
- soweit vom Arzt verordnet
- 5 - 9 Tropfen (2,5 - 5 mg Natriumpicosulfat) 1mal / Tag
- Behandlungsdauer: ohne diagnostische Abklärung nur kurzfristig
- soweit vom Arzt verordnet
Nebenwirkungen
- Erkrankungen des Immunsystems
- ohne Häufigkeitsangabe
- allergische Reaktionen (einschließlich Hautreaktionen und Angioödem)
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- ohne Häufigkeitsangabe
- Hautreaktionen wie
- Angioödem
- Arzneimittelexanthem
- Exanthem
- Pruritus
- Hautreaktionen wie
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen des Nervensystems
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Schwindel
- hierzu verfügbare Informationen legen den Schluss nahe, dass es sich um vasovagale Reaktionen handelt, z.B. auf Abdominalkrämpfe oder Defäkation
- Schwindel
- ohne Häufigkeitsangabe
- Synkope
- hierzu verfügbare Informationen legen den Schluss nahe, dass es sich um vasovagale Reaktionen handelt, z.B. auf Abdominalkrämpfe oder Defäkation
- Synkope
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Gastrointestinaltraktes
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Diarrhoe
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Blähungen
- abdominelle Beschwerden
- Bauchschmerzen
- Bauchkrämpfe
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Übelkeit
- Erbrechen
- ohne Häufigkeitsangabe
- erhöhte Stuhlfrequenz
- Verstärkung der Darmträgheit
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- ohne Häufigkeitsangabe
- bei unsachgemäßer Anwendung (zu lange zu hoch dosiert): Verlust von Wasser, Kalium und anderen Elektrolyten
- dadurch Störungen der Herzfunktion und Muskelschwäche möglich (insbesondere bei gleichzeitiger Einnahme von Diuretika oder Corticosteroiden)
- bei unsachgemäßer Anwendung (zu lange zu hoch dosiert): Verlust von Wasser, Kalium und anderen Elektrolyten
- ohne Häufigkeitsangabe
Hinweise bei Stillzeit
- kann während der Stillzeit angewendet werden
- klinische Daten zeigen, dass weder der aktive Metabolit Bis-(parahydroxyphenyl)-pyridyl-2-methan (BHPM) noch dessen Glucuronide in die Muttermilch übertreten
Anwendung
- Tropfen am besten abends einnehmen
- Wirkungseintritt normalerweise nach 10 - 12 Stunden
Indikation
- zur kurzfristigen Anwendung bei
- Obstipation
- Erkrankungen, die eine erleichterte Stuhlentleerung erfordern
Kontraindikation
- Überempfindlichkeit gegen Natriumpicosulfat
- Überempfindlichkeit gegen andere Triarylmethane
- Ileus
- Darmobstruktion
- akute Bauchbeschwerden wie Appendizitis
- akut entzündliche Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes
- starke Bauchschmerzen in Verbindung mit Übelkeit und Erbrechen, da diese Symptome auf die vorgenannten schweren Erkrankungen hinweisen können
- schwere Dehydration
- Kinder < 4 Jahre
Hinweise zur Verkehrstüchtigkeit/Bedienung von Maschinen
- Natriumpicosulfat hat keinen Einfluss auf das Reaktionsvermögen
- jedoch Patienten darauf hinweisen, dass aufgrund einer vasovagalen Antwort (z.B. auf abdominelle Krämpfe) Nebenwirkungen wie Schwindel und/oder Synkopen auftreten können
- treten abdominelle Krämpfe auf, sollten die Patienten potentiell gefährliche Tätigkeiten wie das Fahren oder Bedienen von Maschinen vermeiden
Hinweise und Vorsichtsmaßnahmen
- Einnahme von Abführmitteln soll bei Verstopfung nur kurzfristig erfolgen
- ohne diagnostische Abklärung sollte die Anwendung von Abführmitteln nur kurzzeitig erfolgen (nichttäglich oder über einen längeren Zeitraum)
- längerfristige Anwendung von Natriumpicosulfat führt häufig zu einer Verstärkung der Darmträgheit
- bei chronischer Verstopfung sollte differential-diagnostische Abklärung erfolgen
- medikamentöse Behandlung nur dann angezeigt, wenn mit langfristigen Maßnahmen wie der Veränderung der Ernährung (ballast- und quellstoffreiche Kost sowie ausreichende Flüssigkeitszufuhr) und des Lebensstils (z. B. ausreichende körperliche Bewegung) kein oder noch kein ausreichender Erfolg erzielt werden kann
- Natriumpicosulfat sollte nicht angewendet werden bei akutentzündlichen Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes
- Anwendung nur unter ärztlicher Kontrolle bei Erkrankungen, die mit Störungen des Wasser- und Elektrolythaushaltes einhergehen (z.B. stark eingeschränkte Nierenfunktion)
- längerfristiger, übermäßiger Gebrauch von Natriumpicosulfat kann zu Flüssigkeits- und Elektrolytstörungen und Hypokaliämie führen
- Absetzreaktionen
- wenn Natriumpicosulfat abgesetzt wird, kann es zum Wiederauftreten der Symptome kommen
- nach langfristiger Anwendung bei chronischer Obstipation kann das Wiederauftreten der Symptome auch mit einer Verschlimmerung der Obstipation verbunden sein
- Schwindel, Synkopen
- über Schwindel und/oder Synkopen in zeitlichem Zusammenhang mit der Einnahme von Natriumpicosulfat berichtet
- hierzu verfügbare Informationen legen den Schluss nahe, dass es sich um Defäkationssynkopen (Valsalva-Manöver) oder eine vasovagale Antwort auf abdominelle Schmerzen handelt
- Kinder
- Kinder < 4 Jahre
- Natriumpicosulfat sollte nicht angewendet werden bei Kindern unter 4 Jahren
- Kinder ab 4 Jahre
- sollte nur auf ausdrückliche Anordnung des Arztes angewendet werden
- Kinder < 4 Jahre