Abbildung nicht verbindlich
Inhaltsverzeichnis
Hinweise / Warnhinweise für Anwendung und Dosierung
Einnahme vor dem Essen.
Nebenwirkungen
- Erkrankungen des Gastrointestinaltraktes
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Dunkelfärbung des Stuhls (unbedenklich)
- flüssige orale Darreichungsform: reversible Verfärbung des Zahnbereiches
- Obstipation
- gastrointestinale Störungen z.B.
- epigastrische Schmerzen
- Übelkeit
- Erbrechen
- Diarrhöe
- ohne Häufigkeitsangabe
- Bauchschmerzen
- Gastrointestinale Blutung
- Sodbrennen
- flüssige orale Darreichungsform: Reversible Verfärbung des Zahnbereiches
- bei Patienten, die unter chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen leiden (z. B.Colitis ulcerosa, Morbus Crohn) können zum Teil heftige Magen-Darm-Beschwerden auftreten
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Überempfindlichkeitsreaktionen (z. B. Hauterscheinungen, Exanthem, Hautausschlag und Urtikaria)
- anaphylaktische Reaktion
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
Hinweise bei Stillzeit
- sorgfältige Risiko-Nutzen-Abwägung
- orale Eisenpräparate wurden schwangeren und stillenden Frauen in großem Umfang ohne schädigende Wirkung verordnet
- eine Eisen-Ergänzung kann während Schwangerschaft und Stillzeit notwendig sein, um das Risiko eines Eisenmangels und dessen Konsequenzen zu verringern
Hinweise bei Schwangerschaft
- sorgfältige Nutzen-Risiko-Abwägung
- Einnahme nicht über längere Zeit und in höherer Dosierung ab 100-200 mg Eisen2+ / Tag
- keine kontrollierten Studien vorliegend zu Anwendung in Schwangerschaft
- keine Berichte über unerwünschte Wirkungen nach Einnahme oraler Eisenpräparate in therapeutischenDosierungen zur Behandlung von Anämien in der Schwangerschaft bekannt
- orale Eisenpräparate wurden schwangeren und stillenden Frauen in großem Umfang ohne schädigende Wirkung verordnet
- eine Eisen-Ergänzung kann während Schwangerschaft und Stillzeit notwendig sein, um das Risiko eines Eisenmangels und dessen Konsequenzen zu verringern.
- Schädigung des Feten und Aborte bei Eisenintoxikation beobachtet
- unzureichend im Tierversuch auf reproduktionstoxische Eigenschaften geprüft
- Fertilität
- es liegen keine Daten zur Fertilität vor
Kontraindikation
- Eisenspeicherkrankheit
- Hämolysen
- Sideroachrestische Anämie
- Thalassämie
- Bleianämie
- Porphyria cutanea tarda
- Hämochromatose
- hereditären Hämochromatosen (Typ 1- 4)
- sekundären Hämosiderosen (bei chronischen Hämolysen mit Zeichen der Eisenüberladung, bei Thalassämie und anderen Hämoglobinopathien)
- Hämolytische Anämie
- Anämien, verursacht durch Infektionen oder Tumore (sofern nicht gleichzeitig ein Eisenmangel besteht)
- wiederholte oder chronische Bluttransfusionen
- Säuglinge und Kleinkinder KG < 5 kg
Hinweise und Vorsichtsmaßnahmen
- Dunkelfärbung des Stuhls ohne Bedeutung
- Eisenüberdosierung
- um das Risiko einer möglichen Eisenüberdosierung zu vermeiden ist besondere Vorsichtgeboten, falls diätetische oder andere Eisensalz-Ergänzungen verwendet werden
- bei vorbestehenden gastrointestinale Erkrankungen wie
- Entzündungen der Magen-Darmschleimhaut
- Geschwüren der Magen-Darmschleimhaut
- chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen
- Darmstenosen
- Divertikeln
- Gastritis
- besondere Vorsicht geboten
- Nutzen der Behandlung sorgfältig gegen das Risiko einer Verschlimmerung der Magen-Darmerkrankung abwägen
- Ursache des Eisenmangels
- Insbesondere bei älteren Menschen mit zunächst nicht erklärbarem Eisenmangel bzw. Anämie muss sorgfältig nach der Ursache des Eisenmangels bzw. der Blutungsquelle gesucht werden
- Patienten mit schwerer sowie chronischer Nierenerkrankung, die Erythropoetin benötigen
- sollten mit Vorsicht behandelt werden und
- Eisen sollte intravenös verabreicht werden, da oral verabreichtes Eisen bei urämischen Individuen schlecht aufgenommen wird
- Leberfunktionsstörungen
- mit Vorsicht bei Patienten mit Leberfunktionsstörungen und bei Patienten, die an Alkoholismus leiden
- Überdosierung
- eine Überdosierung kann vor allem bei Kindern Vergiftungen verursachen
- Zahnverfärbungen flüssigen oralen Darreichungsformen
- Verfärbungen der Zähne können auftreten
- können sich entsprechend der wissenschaftlichen Literatur spontan nach Absetzen des Arzneimittels zurückbilden oder müssen durch Verwendung einer schleifenden Zahnpasta oderdurch eine professionelle Zahnreinigung entfernt werden
Hinweise zur Verkehrstüchtigkeit/Bedienung von Maschinen
- keinen Einfluss oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
Indikation
- Nachgewiesene Eisenmangelzustände - insbesondere Eisenmangelanämien bei Erwachsenen und Kindern >/= 16 kg Körpergewicht - verursacht durch:
- vermehrten Eisenverlust (z. B. bei verstärkten Regelblutungen; nach Operationen, Blutspenden; bei Blutungen infolge Erkrankungen des Verdauungstraktes)
- verminderte Eisenresorption (z. B. nach Entfernung von Magen- oder Darmabschnitten)
- erhöhten Eisenbedarf (z. B. in der Schwangerschaft)
Anwendung
- in 1/2 - 1 Glas Wasser auflösen und 1/2 - 1 Stunde vor den Mahlzeiten einnehmen
- im Bedarfsfall auch in Vitamin-C-haltigem Fruchtsaft lösen
- bei Kindern kann die Lösung zwecks noch besserer Verträglichkeit mit der Nahrung vermischt werden
- beim Auftreten von Magen-Darm-Störungen
- Reduktion der Einzeldosen oder
- Einnahme möglichst zu fleischreichen und Vitamin-C-haltigen Mahlzeiten
Dosierung
- Nachgewiesene Eisenmangelzustände - insbesondere Eisenmangelanämien
- Erwachsene
- 1 Brausetablette (80,5 mg Eisen(II)-Ionen) / Tag
- bei höhergradigen Anämien
- 2 - 3 Brausetabletten (161 - 241,5 mg Eisen(II)-Ionen) / Tag
- Kinder und Jugendliche
- 3 - 5 mg Fe(II)-Ionen/kg Körpergewicht (KG) / Tag
- Kinder >/= 16 kg KG und Jugendliche
- 1 Brausetablette (80,5 mg Eisen(II)-Ionen) / Tag
- Dosierung nicht überschreiten wegen der Gefahr einer möglichen Eisenvergiftung
- Kindern < 16 kg KG
- kontraindiziert
- Dauer der Anwendung
- grundsätzlich ist eine Eisentherapie über längere Zeit durchzuführen
- um Therapieerfolg zu erzielen, ist eine Anwendung von mind. 8 Wochen erforderlich
- Erwachsene