Abbildung nicht verbindlich
Produktinformationen Loperamid-ratiopharm® akut 2mg 10 Filmtbl.
Preisvergleich Packungsbeilage / BeipackzettelInhaltsverzeichnis
Hinweise / Warnhinweise für Anwendung und Dosierung
Mit Flüssigkeit einnehmen.
Hinweise / Warnhinweise für Reaktionsvermögen
Beeinträchtigung des Reaktionsvermögens durch Arzneistoff und/oder Nebenwirkung, Teilnahme am Straßenverkehr und Bedienen von Maschinen eingeschränkt möglich.
Hinweise bei Schwangerschaft
- Erfahrungen an ca. 800 schwangeren Frauen ergaben bisher keine eindeutigen Hinweise auf ein teratogenes Potential von Loperamid
- schwaches Signal für Hypospadien aus dem schwedischen Geburtsregister konnte von anderer Stelle bisher nicht bestätigt werden
- Loperamid sollte in der Schwangerschaft nicht angewendet werden
- tierexperimentelle Studien
- keine Hinweise auf Reproduktionstoxizität
- Fertilität
- tierexperimentelle Studien zur Fertilität mit maternal nicht toxischen Dosen ergaben keine Hinweise auf toxikologisch relevante Effekte
Kontraindikation
- Überempfindlichkeit gegen Loperamid
- Zustände, bei denen eine Verlangsamung der Darmtätigkeit zu vermeiden ist, z.B.
- Megakolon
- toxisches Megacolon
- aufgetriebener Leib
- Obstipation
- Ileus
- Kinder unter 2 Jahren
- Loperamid sollte primär nicht angewendet werden bei
- Durchfällen, die mit Fieber und blutigem Stuhl einhergehen (z.B. bei akuter Dysenterie)
- einem akuten Schub einer Colitis ulcerosa
- einer bakteriellen Enterokolitis, die durch invasive Mikroorganismen (z.B. Salmonellen, Shigellen und Campylobacter) hervorgerufen wird
- Durchfällen, die während oder nach der Einnahme von Antibiotika auftreten (pseudomembranöse (Antibiotikaassoziierte) Colitis)
Hinweise zur Verkehrstüchtigkeit/Bedienung von Maschinen
- bei Durchfällen kann es zu Müdigkeit, Schwindel und Schläfrigkeit kommen
- Vorsicht im Straßenverkehr oder bei der Arbeit mit Maschinen
Hinweise bei Stillzeit
- Loperamid geht in geringen Mengen in die Muttermilch über
- Loperamid sollte in der Stillzeit nicht angewendet werden
Nebenwirkungen
- Nebenwirkungen bei Behandlung von akuter Diarrhö
- Erkrankungen des Nervensystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Kopfschmerzen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Schwindel
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Obstipation
- Übelkeit
- Flatulenz
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Bauchschmerzen (einschl. Krämpfe)
- Bauchbeschwerden
- Mundtrockenheit
- Schmerzen im Oberbauch
- Erbrechen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- aufgetriebener Leib
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Hautausschlag
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Nervensystems
- Nebenwirkungen bei Behandlung von chronischer Diarrhö
- Erkrankungen des Nervensystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Schwindel
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Kopfschmerzen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Obstipation
- Übelkeit
- Flatulenz
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Bauchschmerzen (einschl. Krämpfe)
- Bauchbeschwerden
- Mundtrockenheit
- Dyspepsie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Nervensystems
- Nebenwirkungen bei Behandlung von akuter plus chronischer Diarrhö und Erfahrungen nach Markteinführung
- Erkrankungen des Immunsystems
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Überempfindlichkeitsreaktion
- anaphylaktische Reaktion (einschl. anaphylaktischer Schock)
- anaphylaktoide Reaktion
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen des Nervensystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Kopfschmerzen
- Schwindel
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Somnolenz
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Bewusstseinsverlust
- Stupor
- vermindertes Bewusstsein
- erhöhter Muskeltonus
- abnormale Koordination
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Augenerkrankungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Miosis
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Obstipation
- Übelkeit
- Flatulenz
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Bauchschmerzen (einschl. Krämpfe)
- Bauchbeschwerden
- Mundtrockenheit
- Schmerzen im Oberbauch
- Erbrechen
- Dyspepsie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- aufgetriebener Leib
- Ileusa (einschl. paralytischer Ileus)
- Megacolona (einschl. toxisches Megacolon)
- Glossodyniea
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Hautausschlag
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- bullöse Eruption (einschl. Stevens-Johnson-Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse und Erythema multiforme)
- Angioödem
- Urtikaria
- Pruritus
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Harnretention
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Müdigkeit
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen des Immunsystems
Hinweise und Vorsichtsmaßnahmen
- Behandlung von Durchfällen mit Loperamid nur symptomatisch
- wann immer eine zugrunde liegende Krankheitsursache festgestellt werden kann, sollte (sofern angemessen) spezifische Behandlung vorgenommen werden
- Elektrolytverluste
- bei Patienten mit Durchfall, insbesondere bei Kindern, kann es zu großen Flüssigkeits- und Elektrolytverlusten kommen
- in diesen Fällen ist wichtigste Behandlungsmaßnahme der angemessene Ersatz von Flüssigkeit und Elektrolyten.
- Loperamidhydrochlorid sollte Kinder von 2 - 8 Jahren nicht ohne ärztliche Aufsicht und Verschreibung gegeben werden
- keine Besserung bei akutem Durchfall innerhalb von 48 Stunden
- Patienten sollte geraten werden, Loperamidhydrochlorid abzusetzen und ihren Arzt zu informieren
- AIDS-Patienten
- bei AIDS-Patienten, die Loperamidhydrochlorid zur Durchfallbehandlung erhalten, sollte die Therapie bei ersten Anzeichen eines aufgetriebenen Leibes gestoppt werden
- Einzelberichte zu Verstopfung mit einem erhöhten Risiko für ein toxisches Megacolon bei AIDS-Patienten
- diese litten unter einer durch virale und bakterielle Erreger verursachten infektiösen Kolitis und wurden mit Loperamidhydrochlorid behandelt
- Patienten mit beeinträchtigter Leberfunktion
- obwohl keine pharmakokinetischen Daten bei Patienten mit beeinträchtigter Leberfunktion vorliegen, sollte Loperamid wegen des verminderten First-pass-Metabolismus bei diesen Patienten vorsichtig angewendet werden
- Patienten mit Leberdysfunktion sollten engmaschig auf Anzeichen einer ZNS-Toxizität überwacht werden
Anwendung
- Einnahme der Tabletten unzerkaut mit etwas Flüssigkeit
- bei Durchfällen kann es zu großen Flüssigkeits- und Salzverlusten kommen
- bes. bei Kindern auf Ersatz von Flüssigkeit und Elektrolyten als wichtigste therapeutische Maßnahme achten
Dosierung
- symptomatische Behandlung von Diarrhöen, sofern keine kausale Therapie zur Verfügung steht
- akute Durchfälle
- zu Beginn der Behandlung: 2 Tabletten (4 mg Loperamidhydrochlorid)
- danach nach jedem ungeformten Stuhl jeweils 1 Tablette (2 mg Loperamidhydrochlorid)
- max. Tagesdosis: 6 Tabletten (12 mg Loperamidhydrochlorid)
- Behandlungsdauer
- max. 2 Tage
- empfohlene Dosierung und max. Anwendungsdauer nicht überschreiten (Auftreten schwerer Verstopfungen möglich)
- eine über 2 Tage hinausgehende Behandlung mit Loperamid darf nur unter ärztlicher Verordnung und Verlaufsbeobachtung erfolgen
- akute Durchfälle
- Kinder (>/= 12 Jahre)
- akute Durchfälle
- zu Beginn der Behandlung und nach jedem ungeformten Stuhl: 1 Tablette (2 mg Loperamidhydrochlorid)
- max. Tagesdosis: 4 Tabletten (8 mg Loperamidhydrochlorid)
- akute Durchfälle
- Kinder (< 12 Jahre)
- wegen des hohen Wirkstoffgehaltes nicht zur Anwendung geeignet
- hierfür stehen nach ärztlicher Verordnung andere Darreichungsformen zur Verfügung
- eingeschränkte Nierenfunktion:
- keine Dosisanpassung erforderlich
- eingeschränkte Leberfunktion:
- keine pharmakokinetischen Daten, aber auf Grund vermindertem First-Pass-Metabolismus mit Vorsicht anzuwenden
- Patienten mit Leberdysfunktion engmaschig auf Anzeichen einer ZNS-Toxizität überwachen
Indikation
- symptomatische Behandlung von akuten Diarrhöen für Erwachsene und Kinder (>= 12 Jahre), sofern keine kausale Therapie zur Verfügung steht
- Hinweis
- eine über 2 Tage hinausgehende Behandlung nur unter ärztlicher Verordnung und Verlaufsbeobachtung