Abbildung nicht verbindlich
Inhaltsverzeichnis
Hinweise / Warnhinweise für Hilfsstoffe
Enthält Fructose, Invertzucker (Honig), Lactitol, Maltitol, Isomaltitol, Saccharose oder Sorbitol. Darf bei Patienten mit hereditärer Fructose-Intoleranz nicht angewendet werden. Enthält Parahydroxybenzoesäure/deren Ester Parabene (Alkyl-p-hydroxybenzoate) als Konservierungsmittel. Kann bei oraler, parenteraler, bronchopulmonaler und lokaler Applikation Überempfindlichkeitsreaktionen hervorrufen.
Hinweise / Warnhinweise für Anwendung und Dosierung
Einnahme zwischen den Mahlzeiten.
Hinweise bei Schwangerschaft
- Nutzen-Risiko-Verhältnis sollte vor Einnahme während der Schwangerschaft sorgfältig abgewogen werden
- keine hinreichenden Daten für die Verwendung von Aluminiumhydroxid und Magnesiumtrisilikat bei Schwangeren
- tierexperimentelle Studien haben für Aluminiumverbindungen eine Reproduktionstoxizität gezeigt
- Untersuchungen beim Menschen zeigen für unreife Neugeborene (Frühgeborene) eine Aluminium-Akkumulation in den Knochen
- potenziell besteht bei längerfristiger Anwendung das Risiko einer Neurotoxizität
- Einnahme während der Schwangerschaft nur kurzfristig in einer möglichst niedrigen Dosierung, um eine Aluminiumbelastung des Kindes zu vermeiden.
Kontraindikation
- Überempfindlichkeit gegenüber Aluminiumoxid, Magnesiumhydroxid, Magnesiumtrisilikat, Magnesiumcarbonat, Calciumcarbonat
- Hypercalcämie
- Nephrocalcinose.
- Hypercalciurie
- Hypophosphatämie
- Obstipation
- bekannte Dickdarmstenosen
- calciumhaltige Nierensteinen
- Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion (Kreatininclearance < 30 ml / Min)
- beim Säugling wird die Anwendung von Aluminiumhydroxid bzw. Algeldrat nicht empfohlen
Hinweise bei Stillzeit
- Aluminiumverbindungen gehen in die Muttermilch über
- aufgrund der geringen Resorption ist ein Risiko für Neugeborene nicht anzunehmen
- Risiko-Nutzen-Abwägung vornehmen
Nebenwirkungen
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- weiche Stühle
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Diarrhöen
- ohne Häufigkeitsangabe
- bei chronischer Einnahme Darmverschluss (Ileus)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Untersuchungen
- bei stark eingeschränkter Nierenfunktion kann die Einnahme von magnesium- und aluminiumhaltigen Antazida eine Hypermagnesiämie und einen Anstieg der Aluminiumserumspiegel verursachen
- bei Niereninsuffizienz und bei langfristiger Einnahme hoher Dosen kann es zu Aluminiumeinlagerungen vor allem in das Nerven- und Knochengewebe und zur Phosphatverarmung kommen
- Aluminiumblutspiegel sollten bei langfristigem Gebrauch regelmäßig kontrolliert werden.
- Hypercalcämie
- metabolische Alkalose
- Hypophosphatämie
Hinweise und Vorsichtsmaßnahmen
- Länger anhaltende und wiederkehrende Magenbeschwerden können Zeichen einer ernsthaften Erkrankung sein, wie z. B. ein Magen- und Zwölffingerdarmgeschwür
- Behandlung sollte daher ohne ärztliche Untersuchung nicht länger als 2-4 Wochen dauern
- bei Auftreten von Teerstuhl, Blutbeimengungen im Stuhl oder Erbrechen von Blut ist unverzüglich ein Arzt aufzusuchen.
- Bei stark eingeschränkter Nierenfunktion kann die Einnahme von aluminium- und magnesiumhaltigenMedikamenten einen erhöhten Magnesiumgehalt des Blutes (Hypermagnesiämie) und einen Anstieg der Serumaluminiumspiegel verursachen
- bei diesen Patienten sollten auch bei kurzfristiger Einnahme die Aluminiumblutspiegel kontrolliert werden
- dabei sollten 40 µg/l nicht überschritten werden
- diese Patienten sollten auch in regelmäßigen Abständen (etwa alle 6 Monate) ärztlich untersucht werden, um möglichst frühzeitig eine Anreicherung von Aluminium im Nervensystem und den Knochen zu erkennen
- bei langdauernder Einnahme hoher Dosen und phosphatarmer Diät kann es zur Phosphatverarmung mit dem Risiko einer Knochenerweichung (Osteomalazie) kommen
- bei Kindern < 12 Jahre nicht anwenden
Indikation
- symptomatische Behandlung von Erkrankungen, bei denen die Magensäure gebunden werden soll
- Sodbrennen und säurebedingte Magenbeschwerden,
- Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwüre (Ulcus ventriculi oder Ulcus duodeni)
- Hinweis
- Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüre
- Untersuchung auf H. pylori
- im positiven Fall anerkannte Eradikationstherapie erwägen (i.d.R. bei erfolgreicher Eradikation auch Ausheilung der Ulcuskrankheit)
- Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüre
Dosierung
Basiseinheit: 10 ml Suspension enthalten Algeldrat aus Aluminiumhydroxid-Gel, entsprechend 230 mg Aluminiumoxid und 400 mg Magnesiumhydroxid (Neutralisationskapazität von ca. 25 mVal Salzsäure).
- symptomatische Behandlung von Erkrankungen, bei denen die Magensäure gebunden werden soll
- Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüre
- 1 - 2 Beutel 1 - 2 Std. nach jeder Mahlzeit und unmittelbar vor dem Schlafengehen
- tägl. Maximaldosis: 4 - 6 Beutel (entsprechend 100 - 150 mVal Neutralisationskapazität)
- Symptomatische Behandlung von Sodbrennen und säurebedingten Magenbeschwerden:
- 1 Beutel mehrmals täglich
- Behandlungsdauer
- richtet sich nach Art, Schwere und Verlauf der Erkrankung
- Beschwerden unter der Therapie > 2 Wochen
- klinische Abklärung, um mögliche Malignität auszuschließen
- Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüre
- Niereninsuffizienz
- stark eingeschränkte Nierenfunktion
- Einnahme von aluminium- und magnesium-haltigen Medikamenten kann einen erhöhten Magnesiumgehalt des Blutes (Hypermagnesiämie) und einen Anstieg der Serumaluminiumspiegel verursachen
- eingeschränkte Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance < 30 ml/min) und langfristiger Gebrauch
- regelmäßige Kontrolle der Serumspiegel von Aluminium und Magnesium erforderlich
- Aluminiumblutspiegel max. 40 µg/l
- lang dauernde Einnahme hoher Dosen vermieden (Aluminiumeinlagerung vor allem in das Nerven- und Knochengewebe möglich; dies kann zu einer Enzephalopathie, Demenz und mikrozytären Anämie führen oder eine dialyseinduzierte Osteomalazie verschlimmern)
- bei langdauernder Einnahme hoher Dosen und phosphatarmer Diät kann es zur Phosphatverarmung mit dem Risiko einer Knochenerweichung (Osteomalazie) kommen
- schwerer Niereninsuffizienz oder Hypophosphatämie
- kontraindiziert
- stark eingeschränkte Nierenfunktion
- Kinder (< 12 Jahren)
- keine Anwendung (keine ausreichenden Erfahrungen)
Anwendung
- Beutel vor Gebrauch kräftig durchkneten und schütteln und an der markierten Stelle aufreißen
- Beutelinhalt entweder auf einen Löffel geben und unverdünnt einnehmen oder direkt in den Mund entleeren
- Einnahme 1 - 2 Stunden nach jeder Mahlzeit und unmittelbar vor dem Schlafengehen
- andere Arzneimittel generell 2 Stunden vor oder nach einnahme der Beutel einnehmen