Abbildung nicht verbindlich
Inhaltsverzeichnis
Hinweise / Warnhinweise für Anwendung und Dosierung
Mit Flüssigkeit einnehmen.
Hinweise bei Stillzeit
- Übergang in die Muttermilch ungewiss
- Benfotiamin sollte während der Stillzeit nur gegeben werden, wenn labordiagnostisch ein erheblicher Thiaminmangel nachgewiesen wurde
- während der Stillzeit nur kurzfristig anwenden
- bei zwingender Indikation besser abstillen oder Stillpause
- Anwendung nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung
- keine ausreichenden Daten zur Anwendung während der Stillzeit
- empfohlene Zufuhr: 2,4 - 2,6 mg
- Übergang in Muttermilch
- hohe Dosen können die Milchproduktion hemmen
Hinweise und Vorsichtsmaßnahmen
- Anhaltspunkte für Vitamin B1 Mangel sind neben den Symptomen des voll ausgeprägten Vitamin-B1-Mangels (Beriberi):
- erniedrigte Thiamin-Konzentration im Vollblut, Plasma, in den Blutzellen
- verminderte Thiamin-Ausscheidung im Urin und verminderte Transketolase-Aktivität
- erhöhter Transketolase-Aktivierungskoeffizient der Erythrozyten
- Zur Vermeidung eines Vitmain-B1-Defizites wird eine tägliche B1-Zufuhr für Männer von 1,3 - 1,5 mg / Tag und für Frauen von 1,1 - 1,3 mg / Tag empfohlen
- Bedarf an Vitamin B6 ist abhängig vom Protein-Umsatz und steigt mit der Eiweiß-Zufuhr:
- Empfohlene Vitamin-B6-Aufnahme: 0,02 mg / g Nahrungsprotein
- zur Vermeidung eines Defizits:
- Männer 1,8 mg / Tag
- Frauen 1,6 mg / Tag
- Schwangerschaft: Zulage von 1,0 mg / Tag empfohlen
- Stillzeit: Zulage von 0,6 mg / Tag empfohlen
- Mehrbedarf an Vitamin B6 kann bestehen bei:
- Langzeitgabe von Arzneimitteln
- Erkrankungen
- Stoffwechselstörungen
- gleichzeitige Gabe von Pyridoxinantagonisten (z. B. Hydralazin, Isoniazid - INH, Cycloserin, D-Penicillamin)
- Anhaltspunkte für einen Vitamin-B6-Mangel sind:
- Erhöhte Xanthurensäure-Ausscheidung nach Tryptophan-Belastung
- Verminderte Ausscheidung von 4-Pyridoxinsäure
- Erniedrigte Serumwerte für Pyridoxal-5-phosphat
- Erniedrigte erythrozytäre Glutamat-Oxalacetat-Transaminase-Aktivität
- mögliche Begleiterkrankungen bei Vitamin B6 Mangel:
- Seborrhoische, dermatitisartige Veränderung
- Blepharokonjunkvititis
- Hypochrome Anämie
- Periphere Neurititiden
- Hyperoxalurie mit Steinbildung im Bereich der ableitenden Harnwege
- Zerebrale Krämpfe
Nebenwirkungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- allergische Hautreaktionen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Allergische Reaktionen
- ohne Häufigkeitsangabe
- in höheren Dosierungen (> 30 mg / Tag):
- Neuropathien:
- ataktische Gangstörungen
- Reflexstörungen
- Beeinträchtigung von Tast- Vibrations- und Temperatursinn
- Fehlen von Aktionspotentialen sensibler Nerven
- Neuropathien:
- Subepidermale vesikuläre Dermatose
- Vermehrte Dopaminfreisetzung mit Hemmung der Prolaktinfreisetzung im Hyphysenvorderlappen
- Übelkeit
- Kopfschmerzen
- Schläfrigkeit
- SGOT-Anstieg
- Reduzierte Serumspiegel an Folsäure
- in höheren Dosierungen (> 30 mg / Tag):
Kontraindikation
- Überempfindlichkeit gegen Benfotiamin oder Thiamin
- Überempfindlichkeit gegen Pyridoxinhydrochlorid
Hinweise bei Schwangerschaft
- keine ausreichenden Erfahrungen in der Schwangerschaft
- Benfotiamin sollte während der Schwangerschaft nur gegeben werden, wenn labordiagnostisch ein erheblicher Thiaminmangel nachgewiesen wurde
- während der Schwangerschaft nur kurzfristig anwenden
- Anwendung nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung
- keine ausreichenden Daten zur Anwendung während der Schwangerschaft
- empfohlene Zufuhr an Vitamin B6: 2,4 - 2,6 mg Pyridoxinhydrochlorid / Tag
- im empfohlenden Dosierungsbereich bisher keine Risiken bekannt
Anwendung
- Einnahme der Filmtabletten mit ausreichend Flüssigkeit
- Filmtabletten sind glutenfrei und enthalten keine Lactose
- längerfristige Einnahme > 6 Monate: erhöhtes Neuropathierisiko
Dosierung
- neurologische Systemerkrankungen durch nachgewiesenen Mangel an Vitamin B1 und B6
- Erwachsene
- 1 Filmtablette 1mal / Tag
- Dosiserhöhung, in akuten Fällen und nach Rücksprache mit dem behandelndenArzt, bis 1 Filmtablette 3mal / Tag
- nach spätestens 4 Wochen entscheiden, ob erhöhte Dosierung weiter indiziert ist
- ggf. Dosisreduktion auf 1 Filmtablette 1mal / Tag (Senkung des mit Vitamin B6 assoziierten Neuropathierisikos)
- Erwachsene
Indikation
- neurologische Systemerkrankungen durch nachgewiesenen Mangel an Vitamin B1 und B6