Abbildung nicht verbindlich
Inhaltsverzeichnis
Hinweise / Warnhinweise für Hilfsstoffe
Enthält Fructose, Invertzucker (Honig), Lactitol, Maltitol, Isomaltitol, Saccharose oder Sorbitol. Darf bei Patienten mit hereditärer Fructose-Intoleranz nicht angewendet werden.
Hinweise / Warnhinweise für Anwendung und Dosierung
Mit Flüssigkeit einnehmen.
Hinweise und Vorsichtsmaßnahmen
- Anhaltspunkte für Vitamin B1 Mangel sind neben den Symptomen des voll ausgeprägten Vitamin-B1-Mangels (Beriberi):
- erniedrigte Thiamin-Konzentration im Vollblut, Plasma, in den Blutzellen
- verminderte Thiamin-Ausscheidung im Urin und verminderte Transketolase-Aktivität
- erhöhter Transketolase-Aktivierungskoeffizient der Erythrozyten
- Zur Vermeidung eines Vitmain-B1-Defizites wird eine tägliche B1-Zufuhr für Männer von 1,3 - 1,5 mg / Tag und für Frauen von 1,1 - 1,3 mg / Tag empfohlen
- Bedarf an Vitamin B6 ist abhängig vom Protein-Umsatz und steigt mit der Eiweiß-Zufuhr:
- Empfohlene Vitamin-B6-Aufnahme: 0,02 mg / g Nahrungsprotein
- zur Vermeidung eines Defizits:
- Männer 1,8 mg / Tag
- Frauen 1,6 mg / Tag
- Schwangerschaft: Zulage von 1,0 mg / Tag empfohlen
- Stillzeit: Zulage von 0,6 mg / Tag empfohlen
- Mehrbedarf an Vitamin B6 kann bestehen bei:
- Langzeitgabe von Arzneimitteln
- Erkrankungen
- Stoffwechselstörungen
- gleichzeitige Gabe von Pyridoxinantagonisten (z. B. Hydralazin, Isoniazid - INH, Cycloserin, D-Penicillamin)
- Anhaltspunkte für einen Vitamin-B6-Mangel sind:
- Erhöhte Xanthurensäure-Ausscheidung nach Tryptophan-Belastung
- Verminderte Ausscheidung von 4-Pyridoxinsäure
- Erniedrigte Serumwerte für Pyridoxal-5-phosphat
- Erniedrigte erythrozytäre Glutamat-Oxalacetat-Transaminase-Aktivität
- mögliche Begleiterkrankungen bei Vitamin B6 Mangel:
- Seborrhoische, dermatitisartige Veränderung
- Blepharokonjunkvititis
- Hypochrome Anämie
- Periphere Neurititiden
- Hyperoxalurie mit Steinbildung im Bereich der ableitenden Harnwege
- Zerebrale Krämpfe
Nebenwirkungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Einzelfälle: allergische Überempfindlichkeitsreaktionen mit
- Hautreaktionen
- Urticaria
- Schockzuständen
- In klinischen Studien
- Einzelfälle von gastrointestinalen Störungen wie z.B. Übelkeit oder andere Beschwerden
- kausaler Zusammenhang mit den Vitaminen B1/ oder B6 sowie mögliche Dosisabhängigkeit nicht ausreichend geklärt
- Einzelfälle: allergische Überempfindlichkeitsreaktionen mit
- ohne Häufigkeitsangabe
- bei langfristiger Einnahme (> 6 Monate): periphere sensorische Neuropathien
Indikation
- neurologische Systemerkrankungen durch nachgewiesenen Mangel der Vitamine B1 und B6
Hinweise bei Schwangerschaft
- empfohlene tägliche Zufuhr
- Vitamin B1: 1,4-1,6 mg
- Vitamin B6: 4-2,6 mg
- darf in der Schwangerschaft nur überschritten werden, wenn bei Patientin ein nachgewiesener Vitamin B1- und B6-Mangel besteht (da die Sicherheit einer Anwendung einer höheren Dosierung nicht belegt)
- Anwendung während der Schwangerschaft sollte nur sorgfältiger Nutzen/Risiko-Abwägung durch den behandelnden Arzt
Anwendung
- Einnahme der Weichkapseln mit ausreichend Flüssigkeit zu beliebigem Zeitpunkt
Dosierung
- neurologische Systemerkrankungen durch nachgewiesenen Mangel der Vitamine B1 und B6
- 1 Weichkapsel (entsprechend 40 mg Benfotiamin und 90 mg Pyridoxinhydrochlorid) 1 - 3mal / Tag
- in leichteren Fällen und bei besonders gutem Ansprechen: 1 - 2 Weichkapseln / Tag
- Behandlungsdauer:
- nach max. 4wöchiger Behandlung sollte der behandelnde Arzt entscheiden, ob die Gabe von Vitamin B6 und Vitamin B1 in der vorliegenden hohen Konzentration weiter indiziert ist
- ggf. auf ein Präparat mit niedriger Wirkstoffstärke umstellen (Reduzierung des mit Vitamin B6 assoziierten Neuropathierisikos)
Hinweise bei Stillzeit
- empfohlene tägliche Zufuhr
- Vitamin B1: 1,4-1,6 mg
- Vitamin B6: 4-2,6 mg
- Vitamin B1 und B6 gehen in die Muttermilch über
- hohe Dosen von Vitamin B6 können die Milchproduktion hemmen
- Anwendung während der Stillzeit sollte nur nach sorgfältiger Nutzen/Risiko-Abwägung durch den behandelnden Arzt
Kontraindikation
- Verdacht auf Überempfindlichkeit gegen einen der Wirkstoffe oder einen der sonstigen Bestandteile