Abbildung nicht verbindlich
Inhaltsverzeichnis
Hinweise und Vorsichtsmaßnahmen
- um das Risiko einer Überdosierung zu vermeiden, sicherstellen, dass gleichzeitig eingenommene Medikamente kein Paracetamol enthalten
- Paracetamol sollte in folgenden Fällen mit besonderer Vorsicht(d.h. mit einem verlängerten Dosisintervall oder verminderter Dosis) und unter ärztlicher Kontrolle angewandt werden angewandt werden
- hepatozelluläre Insuffizienz, Leberfunktionsstörungen (z.B. durch Leberentzündungen) aufgrund des erhöhten hepatotoxischen Risikos
- chronischer Alkoholmissbrauch
- Gilbert-Syndrom (Meulengracht-Krankheit)
- schwere Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance < 10ml / Min.)
- Patienten mit verminderter Glutathionreserve (z.B. bei Patienten, die Paracetamol einnehmen und gleichzeitig unter einer Sepsis, Mangelernährung, Lebererkrankung oder Niereninsuffizienz leiden bzw. schwanger sind)
- Anwendung von Paracetamol kann das Risiko einer metabolischen Azidose erhöhen
- ggf. Dosisanpassung z.B. bei Diabetes mellitus, HIV, Down-Syndrom, Tumoren
- Analgetika-induzierter Kopfschmerz
- bei längerem hochdosierten, nicht bestimmungsgemäßen Gebrauch von Schmerzmitteln können Kopfschmerzen auftreten, die nicht durch erhöhte Dosen des Arzneimittels behandelt werden dürfen
- Analgetika-Nephropathie
- gewohnheitsmäßige Anwendung von Schmerzmitteln, insbesondere bei Kombination mehrerer schmerzstillender Wirkstoffe, kann zur dauerhaften Nierenschädigung mit dem Risiko eines Nierenversagens (Analgetika-Nephropathie) führen
- Absetzsymptomatik nach längerem hoch dosiertem Gebrauch
- bei abruptem Absetzen nach längerem hoch dosiertem, nicht bestimmungsgemäßem Gebrauch von Analgetika können Kopfschmerzen sowie Müdigkeit, Muskelschmerzen, Nervosität und vegetative Symptome auftreten
- Absetzsymptomatik klingt innerhalb weniger Tage ab
- bis dahin soll die Wiederanwendung von Schmerzmitteln unterbleiben und die erneute Anwendung nicht ohne ärztlichen Rat erfolgen
- Arzt muss konsultiert werden bei
- hohem Fieber
- Anzeichen einer Sekundärinfektion
- Anhalten der Symptome über mehr als drei Tage
- Paracetamol-haltige Arzneimittel sollen ohne ärztlichen oder zahnärztlichen Rat nur wenige Tage und nicht in höheren als den empfohlenen Dosierungen angewendet werden
- Auswirkungen auf Laborwerte
- Anwendung von Paracetamol kann die Harnsäurebestimmung mittels Phosphorwolframsäure sowie die Blutzuckerbestimmung mittels Glucose-Oxydase-Peroxydase beeinflussen
Hinweise bei Schwangerschaft
- während der Schwangerschaft kann Paracetamol bei klinischer Notwendigkeit nach Abwägung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses angewendet werden
- sollte aber in der geringsten wirksamen Dosis über einen möglichst kurzen Zeitraum und so selten wie möglich angewendet werden
- nicht in Kombination mit anderen Arzneimitteln einnehmen, da die Sicherheit der Anwendung für diese Fälle nicht belegt ist
- epidemiologische Daten zur oralen Anwendung therapeutischer Dosen Paracetamol geben keinen Hinweis auf mögliche unerwünschte Nebenwirkungen auf die Schwangerschaft oder die Gesundheit des Feten/Neugeborenen
- prospektive Daten zur Überdosierung während der Schwangerschaft zeigten keinen Anstieg des Risikos von Fehlbildungen oder Fetotoxizität
- Reproduktionsstudien zur oralen Anwendung ergaben keinen Hinweis auf das Auftreten von Fehlbildungen oder Fetotoxizität
Kontraindikation
- Überempfindlichkeit gegen Paracetamol
Hinweise bei Stillzeit
- Paracetamol kann in der Stillzeit in therapeutischen Dosen verabreicht werden
- Übergang in die Muttermilch nach oraler Anwendung, aber nicht in klinisch signifikanten Mengen
- bislang keine unerwünschten Wirkungen oder Nebenwirkungen während des Stillens bekannt
Nebenwirkungen
- Leber- und Gallenerkrankungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Anstieg der Lebertransaminasen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Leberschädigungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Veränderungen des Blutbildes wie
- Thrombozytopenie
- Leukopenie
- Agranulozytose
- Panzytopenie
- Veränderungen des Blutbildes wie
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erkrankungen des Immunsystems
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Bronchospasmus (Analgetika-Asthma), bei prädisponierten Personen
- Überempfindlichkeitsreaktionen von einfacher Hautrötung bis hin zu Urtikaria, Quincke-Ödem und anaphylaktischem Schock
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Hautausschlag
- Juckreiz
- Erythem
- Urtikaria
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- schwere Hautreaktionen
- Arzneimittel-induziertes Stevens-Johnson-Syndrom (SJS)
- Toxische Epidermale Nekrolyse (TEN)
- Akutes Generalisiertes Pustulöses Exanthem (AGEP)
- schwere Hautreaktionen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Exanthem
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
Hinweise zur Verkehrstüchtigkeit/Bedienung von Maschinen
- kein oder vernachlässigbarer Einfluss auf das Reaktionsvermögen
- keine negativen Auswirkungen zu erwarten
Dosierung
- Leichte bis mässig starke Schmerzen und/oder Fieber
- Dosierung in Abhängigkeit von Körpergewicht bzw. Alter
- Einzeldosis: 10 bis 15 mg / kg KG
- Tagesgesamtdosis: maximal 60 mg / kg KG
- Dosierungsintervall
- richtet sich nach der Symptomatik und der maximalen Tagesgesamtdosis
- mind. 6 Stunden
- Kinder 2 - 4 Jahre (13 - 16 kg KG)
- Einzeldosis: 1 Zäpfchen (250 mg Paracetamol)
- tägliche Maximaldosis: 3 Zäpfchen (750 mg Paracetamol)
- Kinder 4 - 8 Jahre (17 - 25 kg KG)
- Einzeldosis: 1 Zäpfchen (250 mg Paracetamol)
- tägliche Maximaldosis: 4 Zäpfchen (1000 mg Paracetamol)
- Behandlungsdauer:
- Beschwerden > 3 Tage: Arzt aufsuchen
- Dosierung in Abhängigkeit von Körpergewicht bzw. Alter
- Patienten mit Leberinsuffizienz und leichter Niereninsuffizienz sowie Gilbert-Syndrom
- Dosisreduktion bzw. Intervallverlängerung
- Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance < 10 ml / min)
- Dosisintervall von mind. 8 Stunden einhalten
- Ältere Patienten
- keine Dosisanpassung erforderlich
- Kinder und Jugendliche mit geringem Körpergewicht
- Anwendung bei Kindern < 2 Jahren bzw. < 13 kg Körpergewicht nicht empfohlen (Dosisstärke für diese Patientengruppe nicht geeignet)
- geeignetere Dosisstärken bzw. Darreichungsformen wählen
- Anwendung bei Kindern < 2 Jahren bzw. < 13 kg Körpergewicht nicht empfohlen (Dosisstärke für diese Patientengruppe nicht geeignet)
Anwendung
- Zäpfchen möglichst nach dem Stuhlgang tief in den After einführen
- Zur Verbesserung der Gleitfähigkeit eventuell Zäpfchen in der Hand erwärmen oder kurz in warmes Wasser tauchen
Indikation
- Symptomatische Behandlung leichter bis mäßig starker Schmerzen
- Fieber
- Hinweis
- Bei hohem Fieber, Anzeichen einer Sekundärinfektion, Anhalten der Symptome über mehr als drei Tage: Arzt konsultieren