Abbildung nicht verbindlich
Inhaltsverzeichnis
Hinweise / Warnhinweise für Hilfsstoffe
Enthält Fructose, Invertzucker (Honig), Lactitol, Maltitol, Isomaltitol, Saccharose oder Sorbitol. Darf bei Patienten mit hereditärer Fructose-Intoleranz nicht angewendet werden.
Hinweise / Warnhinweise für Anwendung und Dosierung
Mit Flüssigkeit einnehmen.
Kontraindikation
- Überempfindlichkeit gegenüber Nifuroxazid
- Vorliegen von klinischen Zeichen einer invasiven Enteritis wie Veränderung des Allgemeinzustandes, Fieber oder infektiös-toxische Symptome
Hinweise und Vorsichtsmaßnahmen
- bei Anwendung offiziellen Richtlinien zur sachgerechten Anwendung von Antiinfektiva beachten
- Anwendung von Nifuroxazid setzt die Beachtung der notwendigen Basistherapie voraus, die eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr (Rehydratation), eine Elektrolytsubstitution und diätetische Maßnahmen beinhaltet
- wenn der Durchfall nach 3 Tagen Behandlungsdauer fortbesteht,
- Behandlung überprüfen und
- die Notwendigkeit einer oralen oder intravenösen Rehydratation prüfen
- im Falle von infektiösem Durchfall mit klinischen Manifestationen, die auf ein invasives Phänomen hinweisen
- Anwendung von Antibiotika mit guter systemischer Verteilung angezeigt
- CDAD und pseudomembranösen Colitis
- für das Risiko des Auftretens einer CDAD und der pseudomembranösen Colitis unter der Therapie mit Nifuroxazid liegen keine Daten vor
- treten während oder in den ersten Wochen nach Therapie schwere anhaltende Durchfälle auf so ist an eine pseudomembranöse Colitis zu denken
- in diesem Fall st die Therapie mit Nifuroxazid sofort zu beenden und sofort eine angemessene Behandlung einzuleiten (z.B. spezielle Antibiotika / Chemotherapeutika. deren Wirksamkeit klinisch erwiesen ist)
- Arzneimittel, die die Peristaltik hemmen, sind kontraindiziert
Indikation
- akute Diarrhoe bakteriellen Ursprungs ohne Zeichen einer invasiven Erkrankung (wie Veränderung des Allgemeinzustandes, Fieber oder infektiös-toxische Symptome, Blutbeimengungen im Stuhl) bei Erwachsenen
- Hinweis
- die Behandlung ersetzt keine diätetischen Maßnahmen und keine Rehydratation
- Anpassung der Rehydratation mit oraler oder intravenöser Rehydrationslösung entsprechend der Intensität des Durchfalls, dem Alter und den Besonderheiten des Patienten (z.B. Begleiterkrankungen)
- es sind die offiziellen Richtlinien zur sachgerechten Anwendung von Antiinfektiva zu beachten
Hinweise zur Verkehrstüchtigkeit/Bedienung von Maschinen
- Nifuroxazid hat keinen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
Hinweise bei Schwangerschaft
- Nifuroxazid darf in der Schwangerschaft nur angewendet werden, wenn aufgrund der individuellen Resistenzsituation (Antibiogramm) eine zwingende Indikation vorliegt
- keine klinischen Daten zu einer Anwendung von Nifuroxazid in der Schwangerschaft vorliegend
- tierexperimentelle Studien
- haben keine Reproduktionstoxizität gezeigt
- Fertilität
- keine Humandaten zur Wirkung von Nifuroxazid auf die Fertilität vorliegend
- tierexperimentelle Studien
- Reproduktionsstudien mit Ratten ergaben keine Hinweise auf eine verminderte Fertilität
Dosierung
- akute Diarrhoe bakteriellen Ursprungs ohne Zeichen einer invasiven Erkrankung
- Erwachsene
- 1 Hartkapsel (200 mg Nifuroxazid) 4mal / Tag oder
- 2 Hartkapseln 2mal / Tag (entsprechend 800 mg / Tag)
- Dauer der Anwendung
- max. 3 Tage
- Niereninsuffizienz: keine veränderten Dosierungsempfehlungen
- Erwachsene
Hinweise bei Stillzeit
- Nifuroxazid soll in der Stillzeit nur nach strenger Nutzen-Risiko-Abwägung eingenommen werden
- beim gestillten Säugling ist die Möglichkeit einer Beeinflussung der physiologischen Darmflora mit Durchfall oder Sprosspilzbesiedlung zu beachten
- an die Möglichkeit einer Sensibilisierung sollte gedacht werden
- beim gestillten Säugling ist die Möglichkeit einer Beeinflussung der physiologischen Darmflora mit Durchfall oder Sprosspilzbesiedlung zu beachten
- keine Daten zum Übertritt von Nifuroxazid in die Muttermilch vorliegend
Nebenwirkungen
- Erkrankungen des Immunsystems
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- allergische Reaktionen (wie Hautausschlag, Urtikaria, Angioödem oder anaphylaktischer Schock)
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Nebenwirkungen mit vermuteter immuntoxischer Genese (z. B. hämatologische Nebenwirkungen wie Thrombozytopenie oder akute Pankreatitis)
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
Anwendung
- Einnahme der Hartkapseln mit ausreichend Flüssigkeit (vorzugsweise 1 Glas Trinkwasser [200 ml])