Abbildung nicht verbindlich
Inhaltsverzeichnis
Hinweise / Warnhinweise für Anwendung und Dosierung
Mit Flüssigkeit einnehmen. Einnahme auf nüchternen Magen.
Hinweise zur Verkehrstüchtigkeit/Bedienung von Maschinen
- bei bestimmungsgemäßem Gebrauch beeinträchtigt Coffein weder die Fahrtüchtigkeit noch die Fähigkeit Maschinen zu bedienen
- Kompensierbarkeit von Leistungsminderungen nicht zu hoch einschätzen
- Coffein kompensiert keinesfalls die durch Alkohol beeinträchtigte Leistungsfähigkeit
- im Einzelfall besteht Gefahr der beschleunigten Resorption von Alkohol
Hinweise bei Stillzeit
- zur kurzfristigen Beseitigung von Ermüdungserscheinungen: bei längerer Anwendung bzw. Einnahme von höheren Dosen sollte abgestillt werden
- stillende Mütter von mit Coffeincitrat behandelten Neugeborenen sollten keine coffeinhaltigen Nahrungsmittel, Getränke und auch keine coffeinhaltigen Arzneimittel zu sich nehmen
- vor der Einleitung der Behandlung mit Coffeincitrat: Bestimmung der Ausgangswerte der Coffeinplasmakonzentrationen bei Neugeborenen von Müttern, die vor der Geburt große Mengen Coffein zu sich genommen haben
- Übergang in die Muttermilch
- Beeinträchtigung des Säuglings möglich
Hinweise und Vorsichtsmaßnahmen
- Missbrauch von hohen Dosen Coffein
- Auftreten von Symptomen des Coffeinismus bei lang anhaltendem Missbrauch von hohen Dosen
- bei der kurzfristige Beseitigung von Ermüdungserscheinungen sollte bei folgenden Patienten die Dosis (100mg Coffein) angepasst bzw. eine ärtzliche Überwachung erfolgen
- Patienten mit Herzarrhythmien wie Sinustachykardien/Extrasystolien (Gefahr der Verstärkung)
- Patienten mit Leberzirrhose (Gefahr der Coffein-Akkumulation)
- Patienten mit Schilddrüsenüberfunktion (Gefahr der Verstärkung der Coffein-Nebenwirkung)
- Patienten mit Angstsyndromen (Gefahr der Verstärkung)
- Toleranzentwicklung
- längerer Gebrauch von Coffein, insbesondere mittlerer bis höherer Dosen, führt zur Toleranzentwicklung gegenüber den meisten Wirkungen, aber auch Nebenwirkungen
- Stillzeit
- das Befinden und Verhalten des Säuglings kann durch die Coffeineinnahme der Mutter beeinträchtigt werden
- stillende Mütter von mit Coffeincitrat behandelten Neugeborenen sollten keine coffeinhaltigen Lebensmittel und Getränke und auch keine coffeinhaltigen Arzneimittel zu sich nehmen
- Coffein geht in die Muttermilch über
- Apnoe
- Frühgeborenenapnoe ist eine Ausschlussdiagnose
- vor Behandlungsbeginn mit Coffeincitrat Ausschluss und entprechende Behandlung von sonstige Ursachen einer Apnoe z. B.
- Erkrankungen des zentralen Nervensystems,
- primäre Lungenerkrankung
- Anämie
- Sepsis
- metabolische Störungen
- kardiovaskuläre Fehlbildungen
- obstruktive Apnoe
- Nichtansprechen auf die Coffeinbehandlung (erforderlichenfalls abgesichert durch eine Bestimmung der Plasmaspiegel) könnte darauf hindeuten, dass hinter der Apnoe eine andere Ursache steckt
- Coffeingenuss
- Coffein passiert problemlos die Plazenta und gelangt in den fetalen Blutkreislauf
- Bestimmug der Basis-Coffeinplasmakonzentrationen (Ausgangswerte) vor der Einleitung der Behandlung mit Coffeincitrat bei Neugeborenen, deren Mütter vor der Entbindung große Mengen Coffein zu sich genommen haben
- Coffein passiert problemlos die Plazenta und gelangt in den fetalen Blutkreislauf
- Theophyllin
- Frühgeborene verstoffwechseln Theophyllin zu Coffein
- vor Einleitung der Behandlung mit Coffeincitrat Bestimmung der Basis-Coffeinplasmakonzentrationen (Ausgangswerte) bei zuvor mit Theophyllin behandelten Neugeborenen
- Frühgeborene verstoffwechseln Theophyllin zu Coffein
- Krampfanfälle
- Coffein ist ein Stimulans des zentralen Nervensystems
- Berichte von Krampfanfälle bei Coffeinüberdosierung
- Coffeincitrat mit extremer Vorsicht bei Neugeborenen mit Krampfleiden anwenden
- Kardiovaskuläre Reaktionen
- in veröffentlichten Studien konnte gezeigt werden, dass Coffein die Herzfrequenz, den linksventrikulären Auswurf und das Schlagvolumen erhöht
- Coffeincitrat mit Vorsicht bei Neugeborenen mit bekannter kardiovaskulärer Erkrankung anwenden
- Hinweise, dass Coffein bei anfälligen Personen Tachyarrhythmien hervorruft
- bei Neugeborenen gewöhnlich eine einfache Sinustachykardie
- Vorsicht geboten bei der Anwendung von Coffeinitrat, wenn in der Kardiotokographie-Ableitung vor der Geburt irgendwelche ungewöhnlichen Rhythmusstörungen (CTG) aufgefallen sind
- in veröffentlichten Studien konnte gezeigt werden, dass Coffein die Herzfrequenz, den linksventrikulären Auswurf und das Schlagvolumen erhöht
- Nieren- und Leberfunktionsstörung
- Coffeincitrat nur mit Vorsicht bei Frühgeborenen mit einer Nieren- oder Leberfunktionsstörung anwenden
- in einer Sicherheitsstudie nach der Zulassung schien die Häufigkeit von Nebenwirkungen bei einer geringen Anzahl von sehr unreifen Frühgeborenen mit Nieren-/Leberfunktionsstörung höher zu sein, als bei Frühgeborenen ohne Organfunktionsstörung
- Dosisanpassungen je nach Coffeinplasmakonzentrationen zur Vermeidung von Toxizität in dieser Patientengruppe
- Nekrotisierende Enterokolitis
- häufige Ursache für Morbidität und Mortalität bei Frühgeborenen
- Berichte über einen möglichen Zusammenhang zwischen der Anwendung von Methylxanthinen und der Entwicklung einer nekrotisierenden Enterokolitis vorliegend
- kein ursächlicher Zusammenhang zwischen der Anwendung von Coffein oder einem sonstigen Methylxanthin und einer nekrotisierenden Enterokolitis feststellbar
- wie alle Frühgeborenen sollten auch die mit Coffeincitrat behandelten sorgfältig auf die Entwicklung einer nekrotisierenden Enterokolitis hin überwacht werden
- gastroösophagealen Reflux
- Coffeincitrat ist mit Vorsicht bei Kindern anzuwenden, die an einem gastroösophagealen Reflux leiden, da die Behandlung diese Erkrankung verschlimmern kann
- allgemeine Stoffwechselsteigerung
- Coffeincitrat bewirkt eine allgemeine Stoffwechselsteigerung, die zu einem höheren Energie- und Ernährungsbedarf während der Therapie führen kann
- Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt
- durch Coffeincitrat induzierte Diurese und Elektrolytverluste können eine Korrektur im Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt erforderlich machen
Hinweise bei Schwangerschaft
- im Tierversuch sind sehr hohe Dosen Coffein reproduktionstoxisch, embryotoxisch und teratogen
- Coffein passiert die Plazenta
- bei therapeutisch relevanten Dosen (auch Kaffeegenuss) kein erhöhtes Risiko bzgl. des Schwangerschaftsverlaufes und der Entwicklung des Kindes
- Wirkungen sind nicht relevant im Hinblick auf die kurzfristige Gabe in der Patientengruppe der Frühgeborenen
- Fertilität
- bei Tieren beobachteten Auswirkungen auf die Reproduktionsleistung sind nicht relevant für die angezeigte Anwendung bei Frühgeborenen
Kontraindikation
- Überempfindlichkeit gegenüber Coffein
Nebenwirkungen
- Infektionen und parasitäre Erkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Sepsis
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen des Immunsystems
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Überempfindlichkeitsreaktion
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Hyperglykämie
- ohne Häufigkeitsangabe
- Hypoglykämie
- Gedeihstörung
- Ernährungsunverträglichkeit
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Nervensystems
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Krämpfe
- ohne Häufigkeitsangabe
- Reizbarkeit
- Nervosität
- Ruhelosigkeit
- Hirnschädigung
- Kopfschmerzen
- Verstärkung des physiologischen Tremors
- vegetative Symptome
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
- ohne Häufigkeitsangabe
- Taubheit
- ohne Häufigkeitsangabe
- Herzerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Tachykardie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Arrhythmie
- ohne Häufigkeitsangabe
- erhöhter linksventrikulärer Auswurf und erhöhtes Schlagvolumen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- ohne Häufigkeitsangabe
- Regurgitation
- vermehrte Aspiration von Mageninhalt
- nekrotisierende Enterokolitis
- Magen-Darm-Beschwerden
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- ohne Häufigkeitsangabe
- allergische Reaktionen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Phlebitis an der Infusionsstelle
- Entzündung an der Infusionsstelle
- ohne Häufigkeitsangabe
- Müdigkeit
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Sklelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- vegetative Symptome
- Muskelschmerzen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Untersuchungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- vermehrte Urinausscheidung
- Natrium und Calcium im Urin erhöht
- Hämoglobin vermindert
- Thyroxin vermindert
- ohne Häufigkeitsangabe
Indikation
- kurzfristige Beseitigung von Ermüdungserscheinungen
- Hinweis: nicht alle Ermüdungserscheinungen bedürfen medikamentöser Behandlung
Anwendung
- auf nüchternen Magen, zerkleinert und mit Wasser einnehmen
- tagsüber einnehmen
Dosierung
- 2 - 4 Tabletten (entsprechend 100 - 200 mg) / Tag
- 1 Tablette (entsprechend 50 mg) als Einzelgabe oft ausreichend
- Patienten mit Herzarrhythmien, wie Sinustachykardien / Extrasystolen, mit Leberzirrhose, mit Schilddrüsenüberfunktion und mit Angstsyndromen
- niedriger dosieren (ca. 100 mg) unter ärztlicher Überwachung