Abbildung nicht verbindlich
Produktinformationen schnupfen endrine® Spray 0,1% 10 ml
Preisvergleich Packungsbeilage / BeipackzettelInhaltsverzeichnis
Hinweise bei Schwangerschaft
- Xylometazolinhydrochlorid soll in der Schwangerschaft nicht angewendet werden, da unzureichende Untersuchungen über das ungeborene Kind vorliegen
- ggf. siehe jeweilige Herstellerinformation
- Anwendung in der Schwangerschaft nur nach sorgfältiger Nutzen/Risikoabwägung
- während der Schwangerschaft die empfohlene Dosierung nicht überschreiten
- bei Hypertonie und Anzeichen unzureichender Blutversorgung des ungeborenen Kindes ist Vorsicht geboten
- Überdosierung und längere Anwendungsdauer kann Blutversorgung des ungeborenen Kindes beeinträchtigen
- Daten über eine begrenzte Anzahl vom im 1. Trimenon exponierten Schwangeren lassen nicht auf Nebenwirkungen auf die Schwangerschaft oder die Gesundheit des Fetus/Neugeborenen schließen
- bisher keine anderen einschlägigen epidemiologischen Daten verfügbar
- basierend auf konventionellen Studien zur pharmakologischen Sicherheit, Toxizität bei wiederholter Gabe und Genotoxizität lassen die Daten keine besondere Gefahr für den Menschen erkennen
- Anwendung in der Schwangerschaft nur nach sorgfältiger Nutzen/Risikoabwägung
- ggf. siehe jeweilige Herstellerinformation
- tierexeperimentelle Studien
- bei Ratten und Mäusen konnten keine teratogenen Wirkungen beobachtet werden
- oberhalb des therapeutischen Dosisbereiches Reproduktionstoxizität / geringeres Wachstum des Fötus
- bei Ratten Milchproduktion vermindert
- Fertilität
- keine Hinweise auf eine Beeinflussung der Fertilität
- da systemische Exposition gegenüber Xylometazolinhydrochlorid sehr gering ist, Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit sehr unwahrscheinlich
- keine ausreichenden Daten für die Auswirkungen von Xylometazolinhydrochlorid auf die Fruchtbarkeit
- Ergebnisse aus Tierversuchen nicht verfügbar
Hinweise und Vorsichtsmaßnahmen
- Anwendung bei chronischem Schnupfen
- wegen Gefahr des Schwunds der Nasenschleimhaut nur unter ärztlicher Kontrolle
- einzelne Berichte zu schweren Nebenwirkungen (insbesondere Apnoe) bei Anwendung therapeutischer Dosen
- Xylometazolinhydrochlorid darf bei Patienten mit verstärkter Reaktion auf sympathomimetische Substanzen nur mit Vorsicht angewendet werden
- bei der Anwendung kann es u.a. zu Schlaflosigkeit, Schwindel, Tremor, Arrhythmie oder Bluthochdruck kommen
- Dosisüberschreitungen unbedingt vermeiden
- nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung anwenden bei
- Patienten, die mit Monoaminooxidase-Hemmern (MAO-Hemmern) und anderen potentiell blutdrucksteigernden Arzneimitteln behandelt werden
- erhöhtem Augeninnendruck, insbesondere Engwinkelglaukom
- schweren Herz-Kreislauf-Erkrankungen (z. B. koronarer Herzkrankheit, Hypertonie)
- Phäochromozytom
- Stoffwechselstörungen (z. B. Hyperthyreose, Diabetes mellitus)
- Porphyrie
- Prostatahyperplasie
- Rhinitis sicca
- Resorption von Xylometazolin kann bei falscher Anwendung und Anwendung großer Mengen, besonders bei Kindern, zu systemischen Nebenwirkungen führen (kardiovaskuläre und neurologische Nebenwirkungen)
- insbesondere bei längerer Anwendung und Überdosierung
- Wirkung kann nachlassen
- als Folge des Missbrauchs schleimhautabschwellender Rhinologika
- reaktive Hyperämie der Nasenschleimhaut (Rhinitis medicamentosa)
- Atrophie der Schleimhaut
- zur Vermeidung eines "Rebound-Effektes" Behandlungsdauer so kurz wie möglich halten
- Sympathomimetikum erst an einem Nasenloch und nach Abklingen der Beschwerden auf der anderen Seite absetzten, um Teil der Nasenatmung aufrecht zu erhalten
- bakterielle Infektionen von Nase und Nasennebenhöhlen müssen entsprechend behandelt werden
- aus hygienischen Gründen und zur Vermeidung/Ausbreitung von Infektionen jede Dosiereinheit immer nur von einem Patienten zu verwenden
- Kinder
- bei Säuglingen < 1 Jahr Anwendung nur unter ärztlicher Aufsicht empfohlen
- bei Kleinkindern von 1 - 2 Jahren Anwendung nur unter Aufsicht von Erwachsenen
- Neugeborene und junge Säuglinge sollten mit besonderer Vorsicht behandelt werden
- einzelne Berichte zu schweren Nebenwirkungen (insbesondere Apnoe) bei Anwendung therapeutischer Dosen in dieser Altersgruppe
- Dosisüberschreitungen sind unbedingt zu vermeiden
Dosierung
Basiseinheit: 1 ml Nasenspray enthält 1 mg Xylometazolinhydrochlorid
- Abschwellung der Nasenschleimhaut, Erleichterung des Sekretabflusses
- Erwachsene und Schulkinder (> 6 Jahre)
- 1 Sprühstoß / Nasenöffnung bis höchstens 3mal / Tag, je nach Bedarf
- tägliche Maximaldosis: 1 Sprühstoß / Nasenöffnung 3mal / Tag
- Behandlungsdauer: max. 7 Tage
- erneute Gabe erst nach einer Pause von mehreren Tagen möglich
- Anwendung bei chronischem Schnupfen nur unter ärztlicher Kontrolle
- Kinder < 6 Jahre
- Anwendung kontraindiziert
- Erwachsene und Schulkinder (> 6 Jahre)
Hinweise zur Verkehrstüchtigkeit/Bedienung von Maschinen
- kein oder zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
- bei bestimmungsgemäßem Gebrauch keine Beeinträchtigungen zu erwarten
- wenn der Patient sich jedoch benommen/schläfrig fühlt, sollte er weder ein Fahrzeug führen noch eine Maschine bedienen
- bei längerer Applikation oder höherer Dosierung sind systemische Effekte mit kardiovaskulären oder zentralnervösen Wirkungen nicht auszuschließen
- in diesen Fällen kann die Fähigkeit zum Führen eines Kraftfahrzeugs und zur Bedienung von Maschinen beeinträchtigt sein
- der Genuss von Alkohol kann die Verkehrstüchtigkeit weiter verschlechtern
Indikation
- Abschwellung der Nasenschleimhaut bei
- Schnupfen
- anfallsweise auftretendem Fließschnupfen (Rhinitis vasomotorica)
- allergischem Schnupfen (Rhinitis allergica)
- Erleichterung des Sekretabflusses bei
- Entzündung der Nasennebenhöhlen
- Katarrh des Tubenmittelohrs in Verbindung mit Schnupfen
Kontraindikation
- bekannte Überempfindlichkeit gegen Xylometazolin
- trockene Entzündung der Nasenschleimhaut mit Borkenbildung (Rhinitis sicca)
- atrophische Rhinitis
- Zustand nach transsphenoidaler Hypophysektomie oder anderen operativen Eingriffen, die die Dura Mater freilegen
- Patienten mit Engwinkelglaukom
- ggf. Anwendungsbeschränkungen bzgl. des Alters bei Säuglingen und Kindern
- zulassungsspezifische Unterschiede; siehe jeweilige Herstellerinformation!
Hinweise bei Stillzeit
- Anwendung in der Stillzeit sollte unterbleiben, da nicht bekannt ist, ob der Wirkstoff oder seine Metaboliten in die Muttermilch übergehen
- Risiko für den Säugling kann nicht ausgeschlossen werden
- ggf. siehe jeweilige Herstellerinformation
- Anwendung in der Stillzeit nur nach sorgfältiger Nutzen/Risiko-Abwägung
- während der Stillzeit die empfohlene Dosierung nicht überschreiten
- Überdosierung kann die Milchproduktion vermindern
- Anwendung in der Stillzeit nur nach sorgfältiger Nutzen/Risiko-Abwägung
- ggf. siehe jeweilige Herstellerinformation
Nebenwirkungen
- Erkrankungen des Immunsystems
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Überempfindlichkeitsreaktionen (Angioödem, Hautausschlag, Juckreiz)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Nervensystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Kopfschmerzen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Schlaflosigkeit
- Müdigkeit (Schläfrigkeit, Sedierung)
- Unruhe/Nervösität
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Benommenheit
- v.a. bei Kindern
- vorrangig bei Kindern
- Halluzinationen
- Benommenheit
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Herzerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- systemische sympathomimetische Effekte, z.B.
- Herzklopfen
- Tachykardie
- Hypertonie
- systemische sympathomimetische Effekte, z.B.
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Arrhythmien
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Stechen, Brennen und Trockenheit der Nasenschleimhaut
- v.a. bei längerem oder häufigem Gebrauch sowie höherer Dosierung (schon nach 7-tägiger Behandlung)
- Nasenbeschwerden
- Stechen oder Brennen im Rachen
- Niesen
- nach Abklingen der Wirkung
- verstärkte Schleimhautschwellung
- Stechen, Brennen und Trockenheit der Nasenschleimhaut
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- nach Abklingen der Wirkung
- Nasenbluten
- nach Abklingen der Wirkung
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- bei Säuglingen und Neugeborenen
- Fälle einer unregelmäßigen Atmung/Apnoe
- bei Säuglingen und Neugeborenen
- ohne Häufigkeitsangabe
- v.a. bei längerem oder häufigem Gebrauch sowie höherer Dosierung (schon nach 7-tägiger Behandlung)
- reaktive Kongestion mit Rhinitis medicamentosa
- nach fortgesetzter Anwendung
- bleibende Nasenschleimhautschädigung mit Borkenbildung (Rhinitis sicca)
- v.a. bei längerem oder häufigem Gebrauch sowie höherer Dosierung (schon nach 7-tägiger Behandlung)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Augenerkrankungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- vorübergehende Sehstörungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erkrankungen des Gastrointestinaltraktes
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Übelkeit
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Sklelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- insbesondere bei Kindern
- Konvulsionen
- insbesondere bei Kindern
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
Anwendung
- Spray zur nasalen Anwendung
- vor Anwendung Nase gründlich schnäuzen
- vor erster Anwendung mehrmals pumpen bis zum Austreten eines gleichmäßigen Sprühnebels
- bei allen weiteren Anwendungen ist Dosierspray sofort gebrauchsfertig
- Sprühöffnung in Nasenloch einführen und 1mal pumpen
- während des Sprühvorgangs leicht durch Nase einatmen
- letzte Anwendung an jedem Behandlungstag günstigerweise vor dem Zubettgehen
- jede Dosiereinheit darf immer nur von einem Patienten verwendet werden (hygienische Gründe, Vermeidung von Infektionen)