Abbildung nicht verbindlich
Inhaltsverzeichnis
Hinweise / Warnhinweise für Hilfsstoffe
Enthält 0,05-0,5 g Alkohol pro Einzelgabe. Ein potenzielles gesundheitliches Risiko besteht u. a. bei Leberkranken, Alkoholkranken, Epileptikern, Hirngeschädigten, Schwangeren und Kindern. Enthält Parahydroxybenzoesäure/deren Ester Parabene (Alkyl-p-hydroxybenzoate) als Konservierungsmittel. Kann bei oraler, parenteraler, bronchopulmonaler und lokaler Applikation Überempfindlichkeitsreaktionen hervorrufen.
Hinweise und Vorsichtsmaßnahmen
- Mund- und Rachengeschwüre können bei wenigen Patienten Anzeichen ernsterer Krankheiten sein
- Patienten, bei denen innerhalb von 3 Tagen keine Besserung eintritt, Fieber oder andere Symptome auftreten, müssen sich deshalb an den behandelnden Arzt oder Zahnarzt wenden
- bei Überempfindlichkeit gegen Salicylsäure oder anderen NSAR wird von der Anwendung mit Benzydamin abgerate
- Vorsicht ist geraten bei Patienten, die unter Bronchialasthma leiden oder gelitten haben, da Bronchospasmen ausgelöst werden können
Nebenwirkungen
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautgewebes
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Photosensibilität
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Angioödem
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Mundbrennen
- Mundtrockenheit
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Laryngospasmus
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erkrankungen des Immunsystems
- ohne Häufigkeitsangabe
- Anaphylaktische Reaktionen
- Überempfindlichkeitsreaktionen
- ohne Häufigkeitsangabe
Hinweise bei Schwangerschaft
- Anwendung während der Schwangerschaft wird nicht empfohlen
- Vorsichtsgründen soll eine Anwendung während der Schwangerschaft vermieden werden
- keine oder nur sehr begrenzte Erfahrungen mit der Anwendung von Benzydamin bei Schwangeren
- Fertilität:
- keine ausreichenden tierexperimentellen Studien in Bezug auf eine Reproduktionstoxizität
Hinweise zur Verkehrstüchtigkeit/Bedienung von Maschinen
- keine oder zu vernachlässigende Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
Anwendung
- Lösung unverdünnt im Mund- und Rachenraum verwenden
- morgens und abends nach den Mahlzeiten 20 - 30 Sekunden lang bei Entzündungen in der Mundhöhle spülen bzw. bei Entzündungen im Rachenraum gurgeln
Kontraindikation
- Überempfindlichkeit gegen Benzydamin
Hinweise bei Stillzeit
- Anwendung während der Stillzeit nicht empfohlen, während der Behandlung soll das Stillen unterbrochen werden
- nicht bekannt, ob Benzydamin in die Muttermilch übergeht
Indikation
- symptomatische Behandlung von Schmerzen und Reizungen im Mund- und Rachenraum
Dosierung
Basiseinheit: 1 ml Lösung zur Anwendung in der Mundhöhle enthält 1,5 mg Benzydaminhydrochlorid entsprechend 1,34 mg Benzydamin
- symptomatische Behandlung von Schmerzen und Reizungen im Mund- und Rachenraum
- mit 15 ml Lösung 2mal / Tag (morgens und abends nach den Mahlzeiten) 20 - 30 Sek. lang spülen bzw. gurgeln
- häufigere Anwendung, optional bei starken Schmerzen, bis zu 5mal / Tag
- Behandlungsdauer
- in der überwiegenden Mehrzahl der Fälle nur wenige Tage für die Behandlung der akuten Entzündungszeichen erforderlich
- Rückgang der Entzündungserscheinungen und Schmerzbefreiung, insbesondere beim Schlucken, meist innerhalb der ersten 2 - 4 Tage
- längere Anwendung, z. B. bei Stomatitiden nach Bestrahlung, bedenkenlos möglich (klin. Prüfung: Anwendung bis 50 Tage)
- Kinder und Jugendliche
- keine Dosisanpassung erforderlich
- Anwendung nur, wenn das Kind die Anwendung des Arzneimittels beherrscht