Abbildung nicht verbindlich
Inhaltsverzeichnis
Hinweise / Warnhinweise für Anwendung und Dosierung
Mit Flüssigkeit einnehmen.
Hinweise / Warnhinweise für Reaktionsvermögen
Beeinträchtigung des Reaktionsvermögens durch Arzneistoff und/oder Nebenwirkung, Teilnahme am Straßenverkehr und Bedienen von Maschinen eingeschränkt möglich.
Hinweise bei Stillzeit
- Vorsicht bei der Anwendung von Cetirizin in der Stillzeit
- Übergang in die Muttermilch
- in Abhängigkeit vom Zeitpunkt der Probenahme nach der Verabreichung entspricht die Konzentration in der Muttermilch zu 25 - 90 % der im Plasma gemessenen Konzentration
Hinweise bei Schwangerschaft
- Vorsicht bei der Anwendung in der Schwangerschaft
- sehr begrenzte klinische Daten zur Anwendung von Cetirizin bei Schwangeren vorliegend
- die für Cetirizin gesammelten Daten zum Schwangerschaftsausgang deuten nicht darauf hin, dass die maternale Toxizität oder die Feto-/Embryotoxizität über das Maß spontan auftretender Toxizitäten hinaus verstärkt wird
- tierexperimentelle Studien
- lassen nicht auf direkte oder indirekte schädliche Wirkungen auf die Schwangerschaft, embryonale/fetale Entwicklung, Entbindung oder postnatale Entwicklung schließen
- Fertilität
- begrenzte Daten zur Fertilität beim Menschen vorliegend, die aber keine Bedenken zur Sicherheit ergeben haben
- tierexperimentelle Daten zeigen keine Sicherheitsbedenken für die menschliche Reproduktion
Kontraindikation
- Überempfindlichkeit gegen Cetirizin, Hydroxyzin oder andere Piperazin-Derivate
- schwere Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance < 10 ml / Min.)
Hinweise zur Verkehrstüchtigkeit/Bedienung von Maschinen
- objektive Messungen der Fahrtüchtigkeit, Schlaflatenz und Leistung am Fließband haben bei der empfohlenen Dosis von 10 mg Cetirizin keine klinisch relevanten Wirkungen gezeigt
- dennoch kann bei einigen Patienten Benommenheit auftreten und die Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen beeinträchtigt sein
- deshalb sollten Patienten, bei denen Benommenheit oder Schläfrigkeit auftritt, nicht aktiv am Straßenverkehr teilnehmen, nicht ohne sicheren Halt arbeiten oder Maschinen bedienen
- diese Patienten sollten die empfohlene Dosis nicht überschreiten und die individuelle Reaktion auf das Arzneimittel abwarten
- Alkohol
- bei empfindlichen Patienten kann die gleichzeitige Einnahme mit Alkohol oder zentral dämpfenden Mitteln zu einer zusätzlichen Reduktion der Aufmerksamkeit und einer Leistungsbeeinträchtigung führen
Nebenwirkungen
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Thrombozytopenie
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erkrankungen des Immunsystems
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Überempfindlichkeit
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- anaphylaktischer Schock
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- gesteigerter Appetit
- ohne Häufigkeitsangabe
- Psychiatrische Erkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Schläfrigkeit
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Agitiertheit
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Aggressivität
- Verwirrtheit
- Depressionen
- Halluzinationen
- Schlaflosigkeit
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Tic
- ohne Häufigkeitsangabe
- Suizidgedanken
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Nervensystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Schwindel
- Kopfschmerzen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Parästhesie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Krämpfe, Konvulsionen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Dysgeusie
- Synkope
- Tremor
- Dystonie
- Dyskinesie
- ohne Häufigkeitsangabe
- Amnesie
- Gedächtnisstörungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Augenerkrankungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Akkommodationsstörungen
- Verschwommensehen
- okulogyrische Krise, insbesondere bei Kindern
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
- ohne Häufigkeitsangabe
- Vertigo
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Pharyngitis
- Rhinitis
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Herzerkrankungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Tachykardie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Abdominalschmerzen
- Mundtrockenheit
- Übelkeit
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Diarrhöe
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Leber- und Gallenerkrankungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- auffällige Leberfunktion (Erhöhung der Transaminase, alkalischen Phosphatase, gamma-GT und des Bilirubins)
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Ausschlag
- Pruritus
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Urtikaria
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- angioneurotisches Ödem / Quincke-Ödem
- fixes Arzneimittelexanthem
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Nieren und der Harnwege
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Dysurie
- Enurese
- Miktionsstörungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Harnverhalt
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Müdigkeit
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Asthenie
- Unwohlsein
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Ödeme
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Untersuchungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Gewichtszunahme
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
Hinweise und Vorsichtsmaßnahmen
- Patienten mit Epilepsie und bei Patienten mit Krampfneigung
- Vorsicht bei der Anwendung
- Patienten mit einer Prädisposition für Harnverhalt (z.B. Läsion des Rückenmarks, Prostatahyperplasie)
- Vorsicht bei der Anwendung, da Cetirizin das Risiko eines Harnverhalts erhöhen kann
- Allergietests
- Antihistaminika wirken hemmend auf Allergietests der Haut
- daher vor Durchführung eines Allergietests eine 3-tägige Auswaschphase erforderlich
- Patienten mit Nierenerkrankungen
- werden angewiesen, sich vor der Einnahme an einen Arzt zu wenden
- Arzt sollte festlegen, ob eine Dosisanpassung erforderlich ist
- Pruritus und Urtikaria
- Pruritus und Urtikaria können bei Behandlungsende mit Cetirizin auftreten, selbst wenn diese Symptome vor Behandlungsbeginn nicht vorhanden waren
- in manchen Fällen können die Symptome so stark sein, dass die Behandlung wieder aufgenommen werden muss
- Symptome sollten abklingen, sobald die Behandlung wieder aufgenommen wurde
- Alkohol
- Vorsicht bei gleichzeitiger Einnahme mit Alkohol
- bei therapeutischen Dosierungen im Zusammenhang mit Alkohol (bei einem Alkoholblutspiegel von 0,5 g/l) keine klinisch signifikanten Wechselwirkungen festgestellt
- dennoch Vorsicht bei gleichzeitiger Einnahme mit Alkohol
- Kinder und Jugendliche
- Einschränkungen des Anwenderalters gemäß Herstellerinformation beachten !
Anwendung
- Tabletten unzerkaut mit einem Glas Flüssigkeit einnehmen
Indikation
- Erwachsene und Kinder ab 6 Jahren
- Linderung von nasalen und okularen Symptomen bei saisonaler und perennialer allergischer Rhinitis
- Linderung von Symptomen bei chronischer idiopathischer Urtikaria
Dosierung
- Linderung von nasalen und okularen Symptomen bei saisonaler und perennialer allergischer Rhinitis und Linderung von Symtomen bei chronischer idiopathischer Urtikaria
- Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren
- 1 Tablette (10 mg) 1mal / Tag
- Kinder von 6 bis 12 Jahren
- 1/2 Tablette (5 mg) 2mal / Tag
- Ältere Menschen
- keine Hinweise für notwendige Dosisreduktion vorhanden, soweit Nierenfunktion unauffällig ist
- Niereninsuffizienz, mittelschwer bis schwer
- keine Daten zum Wirksamkeits-/Sicherheits-Verhältnis vorhanden
- in Fällen, in denen keine alternative Behandlung möglich ist, das Dosisintervall individuell anpassen
- Kreatinin-Clearance >= 80 ml/Min.
- 10 mg 1mal / Tag
- Kreatinin-Clearance 50 - 79 ml/Min.
- 10 mg 1mal / Tag
- Kreatinin-Clearance 30 - 49 ml/Min.
- 5 mg 1mal / Tag
- Kreatinin-Clearance < 30 ml/Min.
- 5 mg 1mal alle 2 Tage
- Kreatinin-Clearance < 10 ml/Min. (terminale Niereninsuffizienz - dialysepflichtige Patienten)
- Arzneimittel kontraindiziert
- Kinder mit eingeschränkter Nierenfunktion
- Dosis unter Berücksichtung der renalen Clearance, des Alters und des Körpergewichts individuell an den Patienten anpassen
- Leberinsuffizienz
- keine Dosisanpassung erforderlich
- gleichzeitige Leber- und Niereninsuffizienz
- Dosisanpassung empfohlen (siehe zuvor bei Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Niereninsuffizienz)
- Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren