Grippe: Symptome und Behandlung

Frau mit Grippe und Schal

Mit einem Mal fĂŒhlen Sie sich abgeschlagen, haben Fieber und einen trockenen Husten? Dann hat Sie vermutlich eine Grippe erwischt. Welche Symptome hierfĂŒr typisch sind, wie sich diese von einer ErkĂ€ltung unterscheiden, und welche Maßnahmen und Medikamente helfen, verraten wir Ihnen hier.

Um zu verstehen, wie die Grippe sich verbreitet, ist es wichtig, zu wissen, wie die Ansteckung erfolgt. Dies geschieht durch virushaltige Tröpfchen, die zum Beispiel beim Niesen oder Husten eines Erkrankten ausgeschieden werden. Über eine geringe Distanz gelangen die Viren dann auf die SchleimhĂ€ute der Atemwege von anderen Menschen. Etwas seltener, aber auch möglich, ist die Übertragung der Viren ĂŒber HĂ€nde und OberflĂ€chen.

Typische Symptome einer Grippe

Charakteristisch fĂŒr eine Grippe ist das plötzliche Auftreten der Symptome, nach einer Inkubationszeit von meist ein bis zwei Tagen. Das sind zunĂ€chst vor allem Fieber sowie Muskel- und/oder Kopfschmerzen. Ein bisschen spĂ€ter kommt oft noch Reizhusten dazu.

Dieser Grippe-Verlauf gilt etwa fĂŒr ein Drittel aller Erkrankten. Ein weiteres Drittel zeigt schwĂ€chere Symptome wie bei einer ErkĂ€ltung, beim letzten Drittel treten gar keine Grippe-Symptome auf. In den meisten FĂ€llen dauert die Grippe ca. fĂŒnf bis sieben Tage. Nicht selten fĂ€llt die Grippe-Dauer aber auch lĂ€nger aus.

Die Unterschiede zwischen einer Grippe und einer ErkÀltung

HÀufig besteht Verwechslungsgefahr zwischen einer Grippe und einer ErkÀltung, da die Symptome zum Teil sehr Àhnlich sind. Aus diesem Grund lassen sich die beiden Erkrankungen nicht immer leicht voneinander unterschieden.

Ein wesentlicher Unterschied besteht in der Auslösung der Krankheit. WĂ€hrend eine Grippe durch Influenzaviren ausgelöst wird, wird eine ErkĂ€ltung von ĂŒber 30 verschiedenen Erregern hervorgerufen. Typisch fĂŒr eine Influenza ist ein plötzlicher Erkrankungsbeginn mit Fieber, weitere wesentliche Grippe-Symptome sind Glieder- und Kopfschmerzen sowie MĂŒdigkeit. Eine Influenza kann vor allem bei Älteren und chronisch Kranken zu einer LungenentzĂŒndung fĂŒhren und zum Teil sogar tödlich verlaufen.

Eine ErkÀltung ist harmloser, sie geht vor allem mit Halsschmerzen, Schnupfen und Husten einher. Eine erhöhte Temperatur oder Fieber sind seltener.

Und: Gegen Grippe ist eine Impfung möglich, gegen eine ErkÀltung nicht.

Das hilft bei einer Grippe

Wie eine Influenza behandelt wird, hĂ€ngt vom Grippe-Verlauf ebenso wie von der StĂ€rke der Symptome ab. VerlĂ€uft die Erkrankung recht mild, sind Medikamente nicht notwendig. Es genĂŒgt, sich zu schonen und auszuruhen, zu Hause zu bleiben und körperliche Anstrengung zu vermeiden. Zudem sollten Erkrankte viel Wasser und Tee, zum Beispiel KrĂ€utertee, trinken und ausreichend Vitamin C zu sich nehmen.

Gegen Kopf- oder Gliederschmerzen helfen Tabletten mit AcetylsalicylsÀure (ASS), Paracetamol oder Ibuprofen, welche allesamt rezeptfrei erhÀltlich sind. Diese Medikamente mildern die Schmerzen, nehmen allerdings keinen Einfluss auf die Grippe-Dauer und den Krankheitsverlauf.

Bei starken Symptomen ist ein Besuch beim Arzt erforderlich. Dieser verschreibt dann Medikamente wie Oseltamivir und Zanamivir. Sie hemmen idealerweise die Freisetzung der Viren und damit das Fortschreiten der Influenza.

Quellen:

https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/Influenza/FAQ_Liste.html
https://www.stiftung-gesundheitswissen.de/wissen/grippe/behandlung

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