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Dolormin® Extra, 400 mg 50 Filmtabletten Produktinformationen

Einnahme nach dem Essen. Mit Flüssigkeit einnehmen. Einnahme während des Essens.
Beeinträchtigung des Reaktionsvermögens durch Arzneistoff und/oder Nebenwirkung, Teilnahme am Straßenverkehr und Bedienen von Maschinen eingeschränkt möglich.
  • Infektionen und parasitäre Erkrankungen
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Verschlechterung infektionsbedingter Entzündungen (z.B. Entwicklung einer nekrotisierenden Fasciitis)
        • steht möglicherweise im Zusammenhang mit dem Wirkmechanismus der nicht-steroidalen Antiphlogistika
      • Symptomatik einer aseptischen Meningitis mit Nackensteifigkeit, Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Fieber oder Bewusstseinstrübung
        • prädisponiert scheinen Patienten mit Autoimmunerkrankungen - SLE, mixed connective tissue disease - zu sein
  • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Azidose
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Störungen der Blutbildung (Anämie, Leukopenie, Thrombozytopenie, Panzytopenie, Agranulozytose). Erste Anzeichen können sein:
        • Fieber
        • Halsschmerzen
        • oberflächliche Wunden im Mund
        • grippeartige Beschwerden
        • starke Abgeschlagenheit
        • Nasenbluten und Hautblutungen
        • blaue Flecken
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Überempfindlichkeitsreaktionen mit Hautausschlägen und Hautjucken sowie Asthmaanfällen (ggf. mit Blutdruckabfall)
        • Patient muss in diesem Fall umgehend Arzt informieren und Ibuprofen absetzen
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Lupus-erythematodes-Syndrom
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • schwere allgemeine Überempfindlichkeitsreaktionen (sofortige ärztliche Hilfe erforderlich), z.B.
        • Gesichtsödem
        • Zungenschwellung
        • innere Kehlkopfschwellung mit Einengung der Luftwege
        • Luftnot
        • Herzjagen
        • Blutdruckabfall bis hin zum lebensbedrohlichen Schock
  • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • hypoglykämische Reaktionen
  • Psychiatrische Erkrankungen
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • psychotische Reaktionen
      • Depression
      • Verwirrtheit
      • Halluzinationen
      • Nervosität
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • zentralnervöse Störungen wie Kopfschmerzen, Schläfrigkeit, Schwindel, Müdigkeit, Erregung, Benommenheit, Schlaflosigkeit, Reizbarkeit
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Pseudotumor cerebriParästhesie
      • Traumabnormitäten
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • aseptische Meningitis
  • Augenerkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Sehstörungen
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • toxische Amblyopie
      • Katarakt
      • Konjunktivitis
      • Sehnerventzündungen
      • Trockenheit der Augen
  • Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Tinnitus
      • Hörstörungen
      • Gehörverlust
  • Herzerkrankungen
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Herzrhythmusstörungen (Sinustachykardie, Sinusbradykardie)
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Palpitationen
      • akutes Lungenödem
      • Ödeme
      • Herzinsuffizienz
      • Herzinfarkt
  • Gefäßerkrankungen
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • arterielle Hypertonie
      • Vaskulitis
  • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Rhinitis
      • Bronchospasmus
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • gastrointestinale Beschwerden wie Sodbrennen, Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Blähungen, Diarrhoe, Verstopfung und geringfügige Magen-Darm-Blutverluste, die in Ausnahmefällen eine Anämie verursachen können
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • gastrointestinale Ulzera, unter Umständen mit Blutung und Durchbruch, auch mit letalem Ausgang
      • Meläna
      • Hämatemesis
      • ulzerative Stomatitis
      • Verstärkung einer Colitis ulcerosa und eines Morbus Crohn
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Gastritis
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Mundtrockenheit
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Ösophagitis
      • Pankreatitis
      • Ausbildung von intestinalen, diaphragmaartigen Strukturen
  • Leber- und Gallenerkrankungen
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Leberfunktionsstörungen
      • Leberschäden, insbesondere bei der Langzeittherapie
      • Leberversagen
      • akute Hepatitis
      • Gelbsucht
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • verschiedenartige Hautausschläge
      • Photosensitivität
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • bullöse Hautreaktionen wie Stevens-Johnson-Syndrom und toxische epidermale Nekrolyse (Lyell-Syndrom)
      • schwere Hautreaktionen wie z. B. Erythema exsudativum multiforme
      • Alopezie
      • Auftreten von schweren Hautinfektionen und Weichteilkomplikationen während einer Varizelleninfektion (in Ausnahmefällen)
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Arzneimittelexanthem mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS)
  • Erkrankungen der Nieren und Harnwege
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Ausbildung von Ödemen, insbesondere bei Patienten mit arterieller Hypertonie oder Niereninsuffizienz
      • nephrotisches Syndrom
      • interstitielle Nephritis, die mit einer akuten Niereninsuffizienz einhergehen kann
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Nierengewebsschädigungen (Papillennekrosen)
      • erhöhte Harnsäurekonzentrationen im Blut
  • Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Gynäkomastie
  • Untersuchungen:
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Anstieg von Blutharnstoff-Stickstoff, Serumtransaminasen und alkalischer Phosphatase
      • Verminderung der Hämoglobin- und Hämatokritwerte
      • Hemmung der Thrombozytenaggregation
      • verlängerte Blutungszeit
      • Abnahme von Serumcalcium
      • Anstieg des Harnsäurespiegels im Blut
 
  • bei der Einnahme höherer Dosierungen kann die Reaktionsfähigkeit und die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr und zum Bedienen von Maschinen im Einzelfall beeinträchtigt werden
    • zentralnervöse Nebenwirkungen wie Müdigkeit und Schwindel bei der Anwendung in höheren Dosierungen möglich
    • gilt in verstärktem Maße im Zusammenwirken mit Alkohol
  • bei kurzfristiger Einnahme der empfohlenen Dosen ist keine Beeinträchtigung zu erwarten
  • Nebenwirkungen können minimiert werden, indem die zur Symptomkontrolle erforderliche niedrigste Dosis über den kürzest möglichen Zeitraum angewendet wird
  • Patienten mit Asthma sollten vor Anwendung von Ibuprofen ärztlichen Rat einholen
  • Gastrointestinale Sicherheit
    • Anwendung von Ibuprofen in Kombination mit NSAR, einschließlich selektiver Cyclooxygenase-2-Hemmer, sollte vermieden werden
    • Ältere Patienten
      • bei älteren Patienten kommt es unter NSAR-Therapie häufiger zu unerwünschten Wirkungen, vor allem zu gastrointestinalen Blutungen und Perforationen, auch mit letalem Ausgang
    • gastrointestinale Blutungen, Ulzera und Perforationen:
      • gastrointestinale Blutungen, Ulzera oder Perforationen, auch mit letalem Ausgang, wurden unter allen NSAR berichtet
      • traten mit oder ohne vorherige Warnsymptome bzw. schwerwiegende gastrointestinale Ereignisse in der Anamnese zu jedem Zeitpunkt der Therapie auf
    • Risiko gastrointestinaler Blutung, Ulzeration oder Perforation ist höher mit steigender NSAR-Dosis, bei Patienten mit Ulzera in der Anamnese, insbesondere mit den Komplikationen Blutung oder Perforation und bei älteren Patienten
      • diese Patienten sollten die Behandlung mit der niedrigsten verfügbaren Dosis beginnen
      • für diese Patienten sowie für Patienten, die eine begleitende Therapie mit niedrig dosierter Acetylsalicylsäure (ASS) oder anderen Arzneimitteln, die das gastrointestinale Risiko erhöhen können, benötigen sollte eine Kombinationstherapie mit protektiven Arzneimitteln (z.B. Misoprostol oder Protonenpumpenhemmer) in Betracht gezogen werden
    • Patienten mit einer Anamnese gastrointestinaler Toxizität, insbesondere in höherem Alter, sollten jegliche ungewöhnliche Symptome im Bauchraum (vor allem gastrointestinale Blutungen) insbesondere am Anfang der Therapie melden
    • Vorsicht, wenn die Patienten gleichzeitig Arzneimittel erhalten, die das Risiko für Ulzera oder Blutungen erhöhen können, wie z.B. orale Corticosteroide, Antikoagulanzien wie Warfarin, selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer oder Thrombozytenaggregationshemmer wie ASS
    • Therapieabbruch, wenn es bei Patienten zu gastrointestinalen Blutungen oder Ulzera kommt
    • NSAR sollten bei Patienten mit einer gastrointestinalen Erkrankung in der Anamnese (Colitis ulcerosa, Morbus Crohn) nur mit Vorsicht angewendet werden, da sich ihr Zustand verschlechtern kann
    • Patient anweisen, bei Auftreten von stärkeren Schmerzen im Oberbauch oder bei Meläna oder Hämatemesis das Arzneimittel abzusetzen und sofort einen Arzt aufzusuchen
  • Kardiovaskuläre und zerebrovaskuläre Wirkungen
    • Vorsicht (Erörterung mit dem Arzt oder Apotheker) vor Beginn einer Behandlung von Patienten mit einer Vorgeschichte an Bluthochdruck und/oder Herzinsuffizienz, da Flüssigkeitseinlagerung, Bluthochdruck und Ödeme in Verbindung mit NSAR-Therapie berichtet wurden
    • angemessene Überwachung und Beratung von Patienten mit Hypertonie und/oder leichter bis mittelschwerer dekompensierter Herzinsuffizienz in der Anamnese erforderlich
      • Flüssigkeitseinlagerungen und Ödeme in Verbindung mit NSAR-Therapie beobachtet
    • klinische Studien und epidemiologische Daten weisen möglicherweise auf ein geringfügig erhöhtes Risiko von arteriellen thrombotischen Ereignissen, wie z. B. Herzinfarkt und Schlaganfall, hin
      • insbesondere bei einer hohen Dosis (2400 mg / Tag) und im Rahmen der Langzeitbehandlung
      • insgesamt gesehen deuten epidemiologischen Studien nicht darauf hin, dass niedrig dosiertes Ibuprofen (z. B. 1200 mg / Tag) mit einem erhöhten Herzinfarkt-Risiko in Zusammenhang steht
    • Patienten mit unkontrolliertem Bluthochdruck, Herzinsuffizienz (NYHA II - III), bestehender ischämischer Herzerkrankung, peripherer arterieller Verschlusskrankheit und / oder zerebrovaskulärer Erkrankung; Patienten mit Risikofaktoren für kardiovaskuläre Ereignisse (z. B. Bluthochdruck, Hyperlipidämie, Diabetes mellitus, Rauchen)
      • sollten mit Ibuprofen nur nach sorgfältiger Abwägung behandelt werden
      • hohe Dosen (2400 mg / Tag) sollten vermieden werden
  • renale Wirkungen
    • Ibuprofen kann - wegen seiner Wirkung auf die renale Perfusion - auch bei Patienten, die vorher nicht an einer Nierenerkrankung litten, eine Natrium-, Kalium- und Flüssigkeitsretention verursachen
      • dies kann bei prädisponierten Patienten Ödeme verursachen oder sogar zu einer Herzinsuffizienz oder Bluthochdruck führen
    • bei Patienten mit beträchtlicher Dehydrierung ist zu Beginn einer Behandlung mit Ibuprofen Vorsicht geboten
    • wie bei anderen NSAR hat die Langzeitbehandlung mit Ibuprofen zu einer renalen Papillennekrose und anderen pathologischen Veränderungen der Niere geführt
    • beim Menschen wurden Fälle einer akuten interstitiellen Nephritis mit Hämaturie und Proteinurie sowie gelegentliche Fälle eines nephrotischen Syndroms berichtet
    • Nierentoxizität wurde auch bei Patienten, bei denen renale Prostaglandine eine kompensatorische Rolle in der Aufrechterhaltung der Nierenperfusion haben, beobachtet
    • bei diesen Patienten kann die Gabe eines NSAR eine dosisabhängige Reduktion der Prostaglandinsynthese, und sekundär, des renalen Blutflusses verursachen, was eine offene renale Dekompensation herbeiführen kann
    • Patienten mit einer beeinträchtigten Nierenfunktion, Herzinsuffizienz, Leberdysfunktion, Patienten, die Diuretika und ACE-Hemmer einnehmen und ältere Patienten haben das größte Risiko für eine solche Reaktion
    • ein Abbruch der Behandlung mit NSAR führt in der Regel zur Erzielung des Vor-Behandlungsstatus
  • Hautreaktionen
    • sehr selten schwerwiegende Hautreaktionen, einige mit letalem Ausgang, einschließlich exfoliative Dermatitis, Stevens-Johnson-Syndrom und toxische epidermale Nekrolyse (Lyell-Syndrom) unter NSAR-Therapie berichtet
    • höchstes Risiko für derartige Reaktionen scheint zu Beginn der Therapie zu bestehen, da diese Reaktionen in der Mehrzahl der Fälle im ersten Behandlungsmonat auftraten
    • beim ersten Anzeichen von Hautausschlägen, Schleimhautläsionen oder sonstigen Anzeichen einer Überempfindlichkeitsreaktion sollte Ibuprofen abgesetzt werden
    • in Ausnahmefällen kann es zu einem Auftreten von schweren Hautinfektionen und Weichteilkomplikationen während einer Varizelleninfektion kommen
      • bis jetzt konnte die Beteiligung von NSAR an einer Verschlimmerung dieser Infektionen nicht ausgeschlossen werden
      • es ist daher empfehlenswert, die Einnahme von Ibuprofen bei Vorliegen einer Varizellen-Infektion zu vermeiden
  • aseptische Meningitis
    • eine aseptische Meningitis bzw. Symptome einer aseptischen Meningitis wie Nackensteifigkeit, Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Fieber oder Bewusstseinstrübung wurde in seltenen Fällen bei Patienten unter Ibuprofen-Behandlung beobachtet
    • obwohl es wahrscheinlich eher bei Patienten mit systemischem Lupus erythematodes oder Mischkollagenosen auftritt, wurde es auch bei Patienten, die nicht an einer chronischen Erkrankung litten, berichtet
  • Ibuprofen sollte nur unter strenger Abwägung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses angewendet werden:
    • bei angeborener Störung des Porphyrinstoffwechsels (z. B. akute intermittierende Porphyrie)
    • bei systemischem Lupus erythematodes (SLE) sowie Mischkollagenose (mixed connective tissue disease)
    • im ersten und zweiten Trimenon einer Schwangerschaft
    • in der Stillzeit
  • besonders sorgfältige ärztliche Überwachung ist erforderlich:
    • bei Magen-Darm-Störungen oder bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (Colitis ulcerosa, Morbus Crohn) in der Vorgeschichte
    • bei Bluthochdruck oder Herzinsuffizienz, da eine Verschlechterung der Nierenfunktion auftreten kann
    • bei eingeschränkter Nierenfunktion (da es bei Patienten mit vorbestehender Nierenerkrankung zu einer Verschlechterung der Nierenfunktion kommen kann)
    • bei Dehydrierung
    • bei Leberfunktionsstörungen
    • bei gestörter Hämatopoese
    • bei Blutgerinnungsstörungen
    • direkt nach größeren chirurgischen Eingriffen
    • bei Patienten, die an Heuschnupfen, Nasenpolypen oder chronisch obstruktiven Atemwegserkrankungen leiden, da für sie ein erhöhtes Risiko für das Auftreten allergischer Reaktionen besteht
      • können sich äußern als Asthmaanfälle (sog. Analgetika-Asthma), Quincke-Ödem oder Urtikaria
    • bei Patienten, die auf andere Stoffe allergisch reagieren (ebenfalls erhöhtes Risiko für das Auftreten von Überempfindlichkeitsreaktionen)
  • schwere akute Überempfindlichkeitsreaktionen (z.B. anaphylaktischer Schock) sehr selten beobachtet
    • bei ersten Anzeichen einer Überempfindlichkeitsreaktion muss Therapie abgebrochen werden
    • der Symptomatik entsprechende, medizinisch erforderliche Maßnahmen müssen durch fachkundige Personen eingeleitet werden
  • Patienten mit Asthma bronchiale, chronischer Rhinitis, Sinusitis, Nasenpolypen, Adenoiden oder allergischen Erkrankungen in der Vorgeschichte
    • Bronchospasmus, Urtikaria oder Angioödeme können begünstigt werden
  • Ibuprofen kann Anzeichen oder Symptome einer Infektion (Fieber, Schmerzen und Schwellungen) maskieren
  • Ibuprofen kann vorübergehend die Blutplättchenfunktion (Thrombozytenaggregation) hemmen
    • Patienten mit Gerinnungsstörungen sollten daher sorgfältig überwacht werden
    • Abschwächung der thrombozytenaggregationshemmenden Wirkung von Acetylsalicylsäure bei gleichzeitiger Gabe von Ibuprofen möglich
      • Interaktion könnte den erwünschten protektiven kardiovaskulären Effekt von ASS reduzieren
      • Ibuprofen sollte daher bei Patienten, die zur Hemmung der Thrombozytenaggregation ASS erhalten, nur mit besonderer Vorsicht angewendet werden
  • Analgetika-Kopfschmerz (Medication Overuse Headache, MOH)
    • längere Anwendung jeglicher Art von Schmerzmitteln gegen Kopfschmerzen kann diese verschlimmern
    • ist dies der Fall oder wird dies vermutet, sollte ärztlicher Rat eingeholt werden und die Behandlung abgebrochen werden
    • Diagnose von Kopfschmerz bei Medikamentengebrauch (Medication Overuse Headache) sollte bei Patienten vermutet werden, die an häufigen oder täglichen Kopfschmerzen leiden, obwohl (oder gerade weil) sie regelmäßig Arzneimittel gegen Kopfschmerzen einnehmen
  • Analgetika-Nephropathie
    • gewohnheitsmäßige Einnahme von Schmerzmitteln, insbesondere bei Kombination mehrerer schmerzstillender Wirkstoffe, kann zur dauerhaften Nierenschädigung mit dem Risiko eines Nierenversagens (Analgetika-Nephropathie) führen
    • Risiko kann bei körperlicher Belastung in Verbindung mit Salzverlust und Dehydratation erhöht sein
      • deshalb sollte es vermieden werden
  • länger dauernder Gabe von Ibuprofen regelmäßige Kontrolle
    • der Leberwerte
    • der Nierenfunktion
    • des Blutbildes
  • gleichzeitiger Genuss von Alkohol
    • Wirkstoff-bedingte Nebenwirkungen, insbesondere solche, die den Gastrointestinaltrakt oder das zentrale Nervensystem betreffen, können verstärkt werden
  • Kinder und Jugendliche
    • Risiko für Nierenfunktionsstörungen bei dehydrierten Kindern und Jugendlichen
    • Kinder unter 6 Monaten bzw. unter 5 kg KG: bisher keine ausreichenden Erfahrungen mit Kindern dieser Altersgruppe
  • Beeinträchtigung der weiblichen Fertilität
    • es existieren gewisse Hinweise, dass Arzneimittel, die die Cyclooxygenase/Prostaglandinsynthese hemmen, die weibliche Fertilität durch eine Wirkung auf die Ovulation beeinträchtigen können
    • dies ist nach Absetzen der Behandlung reversibel
  • Überempfindlichkeit gegen Ibuprofen
  • bekannte Reaktionen von Bronchospasmus, Asthma, Rhinitis, Angioödem oder Urtikaria nach der Einnahme von Acetylsalicylsäure oder anderen nicht-steroidalen Entzündungshemmern in der Vergangenheit
  • ungeklärte Blutbildungsstörungen
  • bestehende oder in der Vergangenheit wiederholt aufgetretene peptische Ulzera oder Hämorraghien (mind. 2 unterschiedliche Episoden nachgewiesener Ulzeration oder Blutung)
  • gastrointestinale Blutungen oder Perforation in der Anamnese im Zusammenhang mit einer vorherigen Therapie mit nicht-steroidalen Antirheumatika
  • schwere Dehydratation (verursacht durch Erbrechen, Diarrhoe oder unzureichende Flüssigkeitsaufnahme)
  • zerebrovaskuläre oder andere aktive Blutungen
  • schwere Leberinsuffizienz
  • schwere Niereninsuffizienz
  • schwere Herzinsuffizienz (NYHA-Klasse IV)
  • Schwangerschaft (3. Trimenon)
  • kontraindiziert im 3. Trimenon der Schwangerschaft
    • Risiken für Fetus
      • kardiopulmonale Toxizität (mit vorzeitigem Verschluss des Ductus arteriosus und pulmonaler Hypertonie)
      • Nierenfunktionsstörung, die zu Nierenversagen mit Oligohydramniose fortschreiten kann
    • Risiken für die Mutter und das Kind, am Ende der Schwangerschaft
      • mögliche Verlängerung der Blutungszeit, ein thrombozytenaggregationshemmender Effekt, der selbst bei sehr geringen Dosen auftreten kann
      • Hemmung von Uteruskontraktionen, mit der Folge eines verspäteten oder verlängerten Geburtsvorganges
  • während des 1. und 2. Trimenons der Schwangerschaft darf das Arzneimittel nur bei dringender Notwendigkeit gegeben werden
    • Dosis so niedrig und Behandlungsdauer so kurz wie möglich
  • Hemmung der Prostaglandinsynthese kann die Schwangerschaft und/oder die embryo-fetale Entwicklung negativ beeinflussen
    • epidemiologische Studien belegen erhöhtes Risiko für Fehlgeburten sowie Missbildungen und Gastroschisis nach der Anwendung von Prostaglandinsynthesehemmern in der frühen Phase der Schwangerschaft
      • absolute Risikos für kardiovaskuläre Missbildungen erhöhte sich von weniger als 1 % auf bis zu ungefähr 1,5 %
    • Annahme, dass das Risiko mit der Dosis und der Dauer der Therapie ansteigt
  • tierexperimentelle Studien: Reproduktionstoxizität
    • Gabe eines Prostaglandinsynthesehemmers führte zu erhöhtem prä- und post-implantärem Verlust und zu embryo-fetaler Letalität
    • erhöhte lnzidenzen verschiedener Missbildungen, einschließlich kardiovaskulärer Missbildungen, bei Tieren, die während der Phase der Organogenese einen Prostaglandinsynthesehemmer erhielten
  • Fertilität
    • Ibuprofen kann, durch die Beeinflussung der Ovulation, die Fertilität von Frauen beeinträchtigen
      • Effekte nach Beendigung der Behandlung reversibel
    • falls Ibuprofen von einer Frau angewendet wird, die versucht schwanger zu werden:
      • Anwendung nicht empfohlen
      • Dosis so niedrig und Behandlungsdauer so kurz wie möglich halten
    • bei Frauen, die Schwierigkeiten haben schwanger zu werden oder bei denen Untersuchungen zur Infertilität durchgeführt werden, sollte das Absetzen von Ibuprofen in Betracht gezogen werden
  • kurzfristige Gabe der empfohlenen Dosierung
    • Unterbrechung des Stillens in der Regel nicht erforderlich
    • nachteilige Folgen für den Säugling bisher nicht bekannt
  • bei Gabe über längere Zeit oder Einnahme höherer Dosen
    • frühzeitiges Abstillen erwägen
  • Ibuprofen und seine Abbauprodukte gehen in geringen Mengen in die Muttermilch über
Erwachsene, Jugendliche und Kinder ab 20 kg KG (>/= 6 Jahre)
  • symptomatische Kurzzeit-Behandlung von
    • leichten bis mäßig starken Schmerzen
      • wie Kopfschmerzen, Zahnschmerzen, Regelschmerzen
    • Fieber
  • Einnahme unzerkaut mit reichlich Flüssigkeit (z. B. einem Glas Wasser)
  • Patienten mit empfindlichem Magen: Einnahme während der Mahlzeiten empfohlen
  • symptomatische Kurzzeit-Behandlung von leichten bis mäßig starken Schmerzen und Fieber
    • Kinder >/= 20 kg Körpergewicht (>/= 6 Jahre) und Jugendliche und Erwachsene
      • Dosierung nach Körpergewicht (KG) bzw. Alter
      • i. d. R. 7 - 10 mg / kg KG als Einzeldosis, bis max. 30 mg / kg KG / Tag
      • jeweiliges Dosierungsintervall richtet sich nach der beobachteten Symptomatik und der empfohlenen max. Tagesgesamtdosis (sollte 6 Stunden nicht unterschreiten)
      • empfohlene Dosierung sollte nicht überschritten werden
      • Anwendung der niedrigsten wirksamen Dosis über den kürzesten zur Symptomkontrolle erforderlichen Zeitraum anwenden (zur Reduktion von NW)
      • Körpergewicht 20 - 29 kg (Kinder: 6 - 9 Jahre)
        • Einzeldosis: 1/2 Tablette (200 mg Ibuprofen)
        • tägliche Maximaldosis: 1 1/2 Filmtabletten (600 mg Ibuprofen)
      • Körpergewicht 30 - 39 kg (Kinder: 10 - 11 Jahre)
        • Einzeldosis: 1/2 Tablette (200 mg Ibuprofen)
        • tägliche Maximaldosis: 2 Filmtabletten (800 mg Ibuprofen)
      • Körpergewicht >/= 40 kg (Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene)
        • Einzeldosis: 1/2 - 1 Filmtablette (200 - 400 mg Ibuprofen)
        • tägliche Maximaldosis: 3 Filmtabletten (1200 mg Ibuprofen)
    • Kinder < 20 kg KG (6 Jahre): kontraindiziert (Dosisstärke aufgrund des Wirkstoffgehaltes nicht geeignet)
    • Behandlungsdauer
      • nur kurzzeitig
      • Erwachsene
        • falls Anwendung > 3 Tage im Falle von Fieber und > 4 Tage im Falle von Schmerzen benötigt wird oder wenn sich die Symptome verschlimmern: Arzt aufsuchen
      • Kinder und Jugendliche
        • falls Anwendung > 3 Tage benötigt wird oder wenn sich die Symptome verschlimmern: ärztlichen Rat einholen
    • Ältere Patienten
      • keine spezielle Dosisanpassung erforderlich
      • aufgrund des möglichen Nebenwirkungsprofils ältere Menschen besonders sorgfältig überwachen
    • Niereninsuffizienz
      • leicht bis mäßig: keine Dosisreduktion erforderlich
      • schwer: kontraindiziert
    • Leberinsuffizienz
      • leicht bis mäßig: keine Dosisreduktion erforderlich
      • schwer: kontraindiziert

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