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Macrogol beta plus Elektrolyte Pulv. 50 Btl. Produktinformationen

Enthält Fructose, Invertzucker (Honig), Lactitol, Maltitol, Isomaltitol, Saccharose oder Sorbitol. Darf bei Patienten mit hereditärer Fructose-Intoleranz nicht angewendet werden.
  • das Arzneimittel kann Schwangeren nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung verabreicht werden
  • klinisch gesehen sind keine Auswirkungen während der Schwangerschaft zu erwarten, da die systemische Exposition vernachlässigbar ist
  • begrenzte Daten zur Anwendung bei Schwangeren vorliegend
  • Tierversuche / tierexperimentelle Studien
    • keine teratogenen Effekte beobachtet
    • haben indirekte Reproduktionstoxizität gezeigt
  • Fertilität
    • keine Daten zu den Auswirkungen auf die menschliche Fertilität vorliegend
    • Studien an männlichen und weiblichen Ratten zeigten keine Auswirkungen auf die Fertilität
  • Macrogol hat keine oder vernachlässigbare Auswirkungen die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
  • Überempfindlichkeit gegen einen der arzneilich wirksamen Bestandteile (Macrogol)
  • Intestinale Perforation oder Obstruktion aufgrund von strukturellen oder funktionellen Störungen der Darmwand
  • Gefahr der gastrointestinalen Perforation
  • Ileus, Verdacht auf Ileus
  • Ileostoma
  • schwere entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn, Colitis ulcerosa und toxisches Megakolon
  • akute Magen- und Darmulcera
  • hochfloride Kolitis
  • Entleerungsstörungen des Magens (z. B. Magenatonie; Retention des Mageninhalts)
  • kongestive Herzinsuffizienz (NYHA-Stadium III oder IV)
  • bewusstlose Patienten
  • Macrogol sollte nicht angewendet werden bei
    • bewusstseinsgestörte Patienten und Patienten mit Neigung zur Aspiration oder Regurgitation sowie gestörtem Schluckreflex
    • Patienten mit allgemeiner Schwäche
    • Patienten mit Herz- oder Niereninsuffizienz
    • Patienten mit Lebererkrankungen
    • Patienten mit schwerer Dehydratation
  • Macrogol zur Darmspülung sollte nur unter ärztlicher Aufsicht verabreicht werden bei
    • ältere Patienten
    • Patienten mit Refluxösophagitis
    • Patienten mit Vorbestehen kardialer Arrhythmien, vermutetem oder bekanntem S-A-Block oder Sick-Sinus-Syndrom
  • Anwendung sollte nicht erfolgen (siehe Kontraindikation, absolut; Sicherheit der Anwendung nicht ausreichend belegt) bei
    • Niereninsuffizienz
    • Lebererkrankungen
    • Patienten mit schwerer Dehydratation
  • Anwendung nur mit Vorsicht
    • bei Patienten, die gleichzeitig mit Diuretika behandelt werden
    • bei Patienten mit Herzinsuffizienz (NYHA-Stadium I und II)
    • bei anfälligen Patienten mit schlechtem Gesundheitszustand oder schwerwiegenden Gesundheitsbeeinträchtigungen wie z.B.
      • eingeschränktem Würgereflex oder Aspirations- oder Regurgitationstendenz
      • getrübtem Bewusstseinszustand
      • Gefahr von Arrhythmien, z. B. bei Behandlung von kardiovaskulären Erkrankungen oder bei Vorliegen einer Schilddrüsenerkrankung
      • Dehydratation
        • vor Anwendung Dehydratation korrigieren
      • beeinträchtigtem Schluckreflex
      • Refluxösophagitis
  • Patienten, die nicht bei vollem Bewusstsein sind und Patienten, bei denen es zu einer Aspiration oder Regurgitation kommen könnte
    • engmaschige Überwachung notwendig
    • insbesondere, wenn die Verabreichung über eine nasogastrale Sonde erfolgt
      • auf korrekte Platzierung der Sonde achten
    • Fälle von Lungenödemen nach Aspiration einer Macrogol-Lavage-Lösung wurden berichtet, die eine sofortige Behandlung erforderten
  • Patienten mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen
    • Anwendung möglich (Ausnahme: u.a hochfloride Stadien und toxisches Megakolon; siehe Kontraindikation, absolut)
    • Anwendung jedoch mit Vorsicht, möglichst unter ärztlicher Aufsicht
      • jeweilige Fachinformation zur Verwendung bei Colitis ulcerosa beachten
  • sorgfältige Überwachung des Elektrolyt- und Flüssigkeitshaushaltes
    • bei bestimmten (Hoch-)Risikopatienten (z. B. älteren oder geschwächten Patienten, Patienten mit einem schlechten Gesundheitszustand, mit klinisch signifikanter Niereninsuffizienz, Arrhythmie)
      • zur Vermeidung kardialer und pulmonärer Komplikationen
      • zusätzlich Durchführung von Nierenfunktionstests und eines EKG in Betracht ziehen
    • bei Patienten mit Gefahr von Elektrolyterschiebungen
      • Plasmaelektrolytwerte unabhängig von der verwendeten Darmreinigungsmethode überwachen
    • die Einnahme des Arzneimittels ersetzt nicht die reguläre Flüssigkeitszufuhr
      • diese weiterhin gewährleisten
    • falls Anzeichen von Arrhythmie oder Flüssigkeits- / Elektrolytverschiebungen auftreten (z. B. Ödeme, Kurzatmigkeit, zunehmende Müdigkeit, Herzinsuffizienz)
      • Arzneimittel absetzen
      • Elektrolytplasmakonzentrationen bestimmen
      • EGK überwachen
      • Abweichungen adäquat behandeln
  • Konvulsionen
    • Berichte über Konvulsionen in Kombination mit schwerwiegender Hyponatriämie bei Einnahme von Macrogol-haltigen Arzneimitteln
    • in Verbindung mit Hyponatriämie können bei Patienten auch Verwirrtheit bzw. Desorientiertheit auftreten
  • Diabetes mellitus
    • Patienten mit insulinpflichtigem Diabetes mellitus benötigen u.U. eine besondere Beratung aufgrund der Ernährungseinschränkungen vor und während der Darmreinigung
  • ältere Patienten mit relevanten Begleiterkrankungen
    • insbesondere mit Herz- oder Nierenerkrankungen
    • Überwachung der Serumlektrolyte dringend empfohlen
  • Störung von Laboruntersuchungen
    • bei diagnostischen Untersuchungen der sich entleerenden Darmflüssigkeit mit Hilfe von Enzymtestverfahren (z. B. ELISA) kann es zu Wechselwirkungen zwischen Macrogol und den Enzymtests kommen
  • Arrhythmien
    • Fälle von Arrythmien, einschließlich Vorhofflimmern berichtet
    • gehen mit dem Gebrauch von ionischen osmotischen Laxantien zur Darmvorbereitung einher
    • treten hauptsächlich bei Patienten mit bestehenden kardialen Risikofaktoren udn Elektrolytstörungen auf
  • Einnahme verlangsamen / unterbrechen und ggf. den behandelnden Arzt konsultieren
    • falls Symptome auftreten wie schwerer Meteorismus, Blähungen, Bauchschmerzen oder andere Reaktionen auftreten, die das Fortsetzen der Darmvorbereitung erschweren
  • Diagnose der Koprostase / Kotstau im Rektum
    • sollte durch klinische oder radiologische Untersuchungen von Abdomen und Rektum gesichert werden
  • Behandlung von Koprostase
    • Einnahme großer Mengen dieses Arzneimittels bei eingeschränktem Würgereflex, Refluxösophagitis oder herabgesetztem Bewußtsein nur mit Vorsicht
  • Hinweise für die Anwendung
    • der gebrauchsfertigen Lösung dürfen keine anderen Lösungen oder Zusätze (insbesondere Aromastoffe oder Zucker jedweder Art) zugesetzt werden
      • dies kann eine Veränderung der Osmolalität oder der Elektrolytzusammensetzung zur Folge haben oder es kann zur Entwicklung von Gasgemischen im Darm beim Abbau der zugefügten Zusätze durch Darmbakterien kommen
  • Resorption anderer Arzneimittel kann vorübergehend reduziert werden
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Überempfindlichkeit gegenüber den wirksamen Bestandteilen
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Anaphylaxie
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • vermutlich allergischer Genese:
        • Urtikaria
        • Rhinorrhoe
        • Dermatitis
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Dyspnoe
      • Hautreaktionen
  • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Elektrolytstörungen, insbesondere Hypokaliämie
      • Dehydratation
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Hypomagnesiämie
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Elektrolytverschiebungen
        • insbesondere Hyper- und Hypokaliämie
        • Bicarbonatkonzentration im Blut vermindert
        • Hyper- und Hypocalcämie
        • Phosphatkonzentration im Blut vermindert
        • Hyponatriämie
        • Änderungen der Chloridkonzentration im Blut
  • Psychiatrische Erkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Schlafstörungen
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Kopfschmerzen
      • Schwindel
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Migräne
      • Somnolenz
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • neurologische Erscheinungen, die als Folge eines gestörten Elektrolythaushaltes von leichter Desorientiertheit/ Verwirrtheit bis hin zu generalisierten Krampfanfällen reichen können
  • Herzerkrankungen
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Herzrhythmusstörungen
      • Tachykardien
      • Lungenödem
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Palpitationen
      • Sinsutachykardie
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • vorübergehende Blutdruckerhöhung
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Übelkeit
      • Völlegefühl
      • Blähungen
      • Abdominalschmerzen
      • Borborygmus (Darmgeräusche)
      • perianale Entzündung und Wundheit
      • abdominelle Aufblähungen
      • Reizung des Anus
      • Diarrhoe oder weiche Stühle(leicht Diarrhoe kann oft durch Dosisreduktion gemildert werden)
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Erbrechen
      • Magen- / Abdominalkrämpfe
      • Flatulenz
      • Beschwerden im Analbereich
      • Dyspepsie
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Dysphagie
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Mallory-Weiss-Syndrom (in Folge des Erbrechens nach Gabe polyethylenglykolhaltigen Darmspüllösungen)
      • Pankreatitis
  • Leber- und Gallenerkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Leberfunktionstests anormal
  • Erkankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Pruritus
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Hautausschlag
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • allergische Hautreaktionen, einschließlich Angioödem, Urtikaria, Erythem
  • Gefäßerkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Vorübergehender Anstieg des Blutdruckes
      • Hitzewallungen
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • allgemeines Unwohlsein
      • Pyrexie
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • periphere Ödeme
      • Muskelzittern / Frösteln
      • Durst
      • Hunger
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Schlaflosigkeit
      • Fatigue
      • Asthenie
      • Schüttelfrost
      • Schmerzen
  • Untersuchungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Vorübergehen der Anstieg der Leberenzyme
      • Hypernatriämie
      • Hypercalcämie
      • Hypophosphatämie
      • Hypokaliämie
      • erniedrigtes Bicarbonat
      • Anionenlücke vergrössert/verkleinert
      • hyperosmolarer Zustand
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • klinisch relevanter Abfall der Serumwerte von Calcium, Kalium und Natrium
  • das Arzneimittel kann während der Stillzeit angewendet werden, wenn der Arzt es für erforderlich hält
  • keine Daten vorliegend, ob Macrogol in die Muttermilch übergeht
  • Macrogol wird kaum resorbiert
Basiseinheit: 1 Beutel mit Pulver zur Herstellung einer Lösung enthält 13,125 g Macrogol (PEG) 3350, 351 mg Natriumchlorid, 179 mg Natriumhydrogencarbonat und 47 mg Kaliumchlorid.
  • Obstipation
    • Erwachsene und Jugendliche (>= 12 Jahre) und ältere Patienten
      • 1 Beutel 1 - 3mal / Tag
      • Dosisreduktion bei längerfristiger Anwendung: 1 - 2 Beutel / Tag
      • Behandlungsdauer
        • max. 2 Wochen, bei Bedarf wiederholter Einsatz möglich
        • länger dauernde Anwendung normalerweise nicht empfohlen
        • längerfristige Anwendung kann jedoch notwendig sein bei schwerer chronischer oder refraktärer Obstipation, z. B. auch bei Multipler Sklerose oder Morbus Parkinson oder durch Einnahme verstopfungsfördernder Medikamente wie Opioide oder Anticholinergika
    • Kinder (< 12 Jahre)
      • Anwendung nicht empfohlen (keine ausreichenden Erfahrungen vorliegend)
    • eingeschränkte Nierenfunktion
      • keine Dosisänderung erforderlich
  • chronische Obstipation
  • Inhalt 1 Beutels in 125 ml (1/8 Liter) Wasser auflösen und trinken

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