Abbildung nicht verbindlich
Produktinformationen Floradix® mit Eisen Lösung z. Einnehmen 15ml
Preisvergleich Packungsbeilage / BeipackzettelInhaltsverzeichnis
Hinweise / Warnhinweise für Hilfsstoffe
Enthält Fructose, Invertzucker (Honig), Lactitol, Maltitol, Isomaltitol, Saccharose oder Sorbitol. Darf bei Patienten mit hereditärer Fructose-Intoleranz nicht angewendet werden.
Nebenwirkungen
- Erkrankungen des Gastrointestinaltraktes
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Dunkelfärbung des Stuhls (unbedenklich)
- flüssige orale Darreichungsform: reversible Verfärbung des Zahnbereiches
- Obstipation
- gastrointestinale Störungen z.B.
- epigastrische Schmerzen
- Übelkeit
- Erbrechen
- Diarrhöe
- ohne Häufigkeitsangabe
- Bauchschmerzen
- Gastrointestinale Blutung
- Sodbrennen
- flüssige orale Darreichungsform: Reversible Verfärbung des Zahnbereiches
- bei Patienten, die unter chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen leiden (z. B.Colitis ulcerosa, Morbus Crohn) können zum Teil heftige Magen-Darm-Beschwerden auftreten
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Überempfindlichkeitsreaktionen (z. B. Hauterscheinungen, Exanthem, Hautausschlag und Urtikaria)
- anaphylaktische Reaktion
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
Hinweise bei Stillzeit
- sorgfältige Risiko-Nutzen-Abwägung
- orale Eisenpräparate wurden schwangeren und stillenden Frauen in großem Umfang ohne schädigende Wirkung verordnet
- eine Eisen-Ergänzung kann während Schwangerschaft und Stillzeit notwendig sein, um das Risiko eines Eisenmangels und dessen Konsequenzen zu verringern
Hinweise bei Schwangerschaft
- sorgfältige Nutzen-Risiko-Abwägung
- Einnahme nicht über längere Zeit und in höherer Dosierung ab 100-200 mg Eisen2+ / Tag
- keine kontrollierten Studien vorliegend zu Anwendung in Schwangerschaft
- keine Berichte über unerwünschte Wirkungen nach Einnahme oraler Eisenpräparate in therapeutischenDosierungen zur Behandlung von Anämien in der Schwangerschaft bekannt
- orale Eisenpräparate wurden schwangeren und stillenden Frauen in großem Umfang ohne schädigende Wirkung verordnet
- eine Eisen-Ergänzung kann während Schwangerschaft und Stillzeit notwendig sein, um das Risiko eines Eisenmangels und dessen Konsequenzen zu verringern.
- Schädigung des Feten und Aborte bei Eisenintoxikation beobachtet
- unzureichend im Tierversuch auf reproduktionstoxische Eigenschaften geprüft
- Fertilität
- es liegen keine Daten zur Fertilität vor
Kontraindikation
- Eisenspeicherkrankheit
- Hämolysen
- Sideroachrestische Anämie
- Thalassämie
- Bleianämie
- Porphyria cutanea tarda
- Hämochromatose
- hereditären Hämochromatosen (Typ 1- 4)
- sekundären Hämosiderosen (bei chronischen Hämolysen mit Zeichen der Eisenüberladung, bei Thalassämie und anderen Hämoglobinopathien)
- Hämolytische Anämie
- Anämien, verursacht durch Infektionen oder Tumore (sofern nicht gleichzeitig ein Eisenmangel besteht)
- wiederholte oder chronische Bluttransfusionen
- Säuglinge und Kleinkinder KG < 5 kg
Hinweise und Vorsichtsmaßnahmen
- Dunkelfärbung des Stuhls ohne Bedeutung
- Eisenüberdosierung
- um das Risiko einer möglichen Eisenüberdosierung zu vermeiden ist besondere Vorsichtgeboten, falls diätetische oder andere Eisensalz-Ergänzungen verwendet werden
- bei vorbestehenden gastrointestinale Erkrankungen wie
- Entzündungen der Magen-Darmschleimhaut
- Geschwüren der Magen-Darmschleimhaut
- chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen
- Darmstenosen
- Divertikeln
- Gastritis
- besondere Vorsicht geboten
- Nutzen der Behandlung sorgfältig gegen das Risiko einer Verschlimmerung der Magen-Darmerkrankung abwägen
- Ursache des Eisenmangels
- Insbesondere bei älteren Menschen mit zunächst nicht erklärbarem Eisenmangel bzw. Anämie muss sorgfältig nach der Ursache des Eisenmangels bzw. der Blutungsquelle gesucht werden
- Patienten mit schwerer sowie chronischer Nierenerkrankung, die Erythropoetin benötigen
- sollten mit Vorsicht behandelt werden und
- Eisen sollte intravenös verabreicht werden, da oral verabreichtes Eisen bei urämischen Individuen schlecht aufgenommen wird
- Leberfunktionsstörungen
- mit Vorsicht bei Patienten mit Leberfunktionsstörungen und bei Patienten, die an Alkoholismus leiden
- Überdosierung
- eine Überdosierung kann vor allem bei Kindern Vergiftungen verursachen
- Zahnverfärbungen flüssigen oralen Darreichungsformen
- Verfärbungen der Zähne können auftreten
- können sich entsprechend der wissenschaftlichen Literatur spontan nach Absetzen des Arzneimittels zurückbilden oder müssen durch Verwendung einer schleifenden Zahnpasta oderdurch eine professionelle Zahnreinigung entfernt werden
Hinweise zur Verkehrstüchtigkeit/Bedienung von Maschinen
- keinen Einfluss oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
Dosierung
- Behandlung von Eisenmangelzuständen
- Erwachsene
- 25 - 80,5 mg Eisen 2 + 2-3mal / Tag
- Dosiserhöhung, optional
- tägliche Maximaldosis: 300 mg Eisen 2 +
- Erwachsene
- Behandlungsdauer
- mindestens 8 Wochen
- nach Normalisierung des Hämoglobinwertes Weiterbehandlung über 4 - 8 Wochen
- bei Gabe der täglichen Maximaldosis
- empfohlene maximale Behandlungsdauer: 6 Wochen
- Kinder
- KG > 5kg: 3-5 mg Eisen 2 + / kg KG/ Tag (max. 5 mg Fe2+/kg Körpergewicht/Tag)
- Nierenfunktionsstörung
- keine klinische Daten für Dosisanpassung
- Leberfunktionsstörung
- keine klinische Daten für Dosisanpassung
- mit Vorsicht anwenden bei Patienten mit Leberfunktionsstörungen und bei Patienten, die an Alkoholismus leiden
- Ältere Patienten
- keine klinische Daten für Dosisanpassung
Anwendung
- orale Darreichungsform zum Auflösen
- in 1/2 bis 1 Glas Wasser auflösen (ca. 200 ml)
- 1/2 - 1 Stunde vor dem Essen trinken
- bei Bedarf auflösen in Vitamin-C-haltigem Fruchtsaft
- bei Magen-Darm-Störungen
- Einnahme zu einem fleischhaltigen Essen
- Dosisreduktion
- Einnahme während oder nach dem Essen möglich (Resorption vermindert)
- Kinder
- zur besseren Verträglichkeit trinkfertige Lösung mit der Nahrung vermischen
- feste orale Darreichungsform
- Einnahme unzerkaut mit ausreichend Wasser
- Einnahme 1/2 Stunde vor den Mahlzeiten
- flüssige orale Darreichungsform
- morgens nüchtern bzw. 1 Stunde vor den Mahlzeiten einnehmen
- unmittelbar schlucken, ggf. Strohhalm verwenden oder Wasser oder Fruchtsaft nachtrinken um Verfärbung der Zähne vorzubeugen
- Einnahmeabstand mindestens 2 - 5 Stunden mit
- Tetracyclinen, Penicillamin, Levodopa, Carbidopa und Methyldopa (Beeinflussung der Resorption)
- Gyrasehemmern wie z.B. Ciprofloxacin, Levofloxacin, Norfloxacin, Ofloxacin (Beeinflussung der Resorption)
- Thyroxin (Beeinflussung der Resorption)
- Bisphosphonaten
- Colestyramin, Antazida (Calcium-, Magnesium-, Aluminium-Salze) sowie Calcium- und Magnesium-Ergänzungspräparaten (Beeinflussung der Resorption)
- Salicylaten oder nichtsteroidalen Antirheumatika (verstärkte Reizwirkung des Eisens auf die Schleimhaut des Magen-Darm-Traktes)
- Phosphaten, Phytaten, Oxalaten oder Milch, Kaffee und Tee (Hemmung der Eisenresorption)
Indikation
- Behandlung von Eisenmangelzuständen